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Dorf und Familie

Millionenschaden nach Stallbrand: 76 Tiere sterben

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Eva Eckinger , agrarheute
am
08.10.2015

Beim Brand eines großen Stallgebäudes im oberbayerischen Wasserburg ließ das Feuer nur noch Trümmer übrig. 76 Rinder und Schweine starben, ein Feuerwehrmann wurde schwer verletzt.

 
In der Nacht auf Dienstag brannte eine große Stallung auf dem Attler Hof im oberbayerischen Wasserburg komplett nieder. Der Hof wird von einer Stiftung für Menschen mit Behinderung betrieben. Diese arbeiten dort aktiv auf dem Betrieb mit.
 
Gegen 23 Uhr wurde der Brand eines landwirtschaftlichen Gebäudes gemeldet. Als die örtlichen Feuerwehrkräfte eintrafen, brannte die 65 Meter breite und 20 Meter lange Stallung bereits lichterloh. Darin befanden sich neben Getreide, Stroh und Heu auch rund 70 Rinder sowie 16 Schweine, wie die Polizei Oberbayern berichtet.
 
Für die meisten der Tiere kam jede Hilfe zu spät. Ein Feuerwehrmann erlitt schwere Verletzungen. Auch einige Maschinen wurden zerstört. Den Schaden schätzt die Polizei auf mindestens 1,5 Millionen Euro.

Feuerwehrmann lebensgefährlich verletzt

Beim Versuch, die Tiere aus dem Gebäude zu befreien, wurde ein Feuerwehrmann lebensgefährlich verletzt. Wie die Polizei berichtet, musste ein brennender Stier, der panisch in Richtung B15 rannte und dabei die Rettungskräfte gefährdete, durch Schüsse der Polizeibeamten von seinem Leiden erlöst werden.
 
Nur zehn Tiere überlebten das Inferno. Sie wurden in umliegende Höfe gebracht.

Große Unterstützung aus der Bevölkerung

Wie die Stiftung auf ihrer Homepage verkündet, ist die Unterstützung groß: "Wir bedanken uns bei all den zahllosen Helfern, die uns gestern in diesen schweren Stunden unterstützt und geholfen haben. Unser besonderer Dank gilt den beteiligten Feuerwehrleuten, den umliegenden Landwirten, die die überlebenden Tiere in ihren Stallungen aufgenommen haben, sowie den vielen zahllosen Mitarbeitern, Firmen und Handwerkern und allen übrigen Helfern."

Brandursache: Kriminalpolizei ermittelt

Für die Betreuung der Mitarbeiter und Bewohner des Hofes, zum Großteil Menschen mit Behinderung, steht ein Pfarrer bereit, meldet rosenheim24. Die Aufräumarbeiten werden noch eine Weile andauern.
 
Die Brandursache konnte noch nicht geklärt werden. Die Kriminalpolizei übernahm umgehend die Ermittlungen.

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