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Feuer

Millionenschäden: Großbrände auf Agrarbetrieben

Bauernhof brennt
am
24.06.2019

Am Wochenende kam es in Deutschland zu einigen Großbränden auf landwirtschaftlichen Betrieben. Es entstanden Schäden in Millionenhöhe.

Wie der Kreisfeuerwehrverband Bodenseekreis e. V. meldet, kam es beim Großbrand eines landwirtschaftlichen Betriebs im Meckenbeurener Ortsteil Sassen in Baden-Württemberg am Samstagabend zu einem Millionenschaden.

Das aus bisher ungeklärter Ursache ausgebrochene Feuer entwickelte sich durch reichlich Nahrung aus trockenem Stroh und den aus südlicher Richtung wehenden Wind in kürzester Zeit zu einem Großbrand, dem ein großer Teil des landwirtschaftlichen Anwesens zum Opfer fiel.

40 Kälber und Rinder sterben in Flammen

Durch den tatkräftigen Einsatz der Feuerwehren konnten das Wohnhaus des Anwesens sowie 120 der 160 Tiere des Hofes, zumeist Rinder, gerettet werden. Für 40 Kälber und Rinder kam jede Hilfe zu spät. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde von der Einsatzleitung eine Warnung für die Bevölkerung über die Warn-App NINA verbreitet, die um 23.50 Uhr wieder aufgehoben werden konnte.

Von den Bewohnern des Bauernhofes wurde niemand verletzt, alle Personen wurden vom Notfallnachsorgedienst betreut. Der Rettungsdienst musste insgesamt 6 Feuerwehrleute medizinisch versorgen, die bei dem Einsatz Kreislaufprobleme bekamen oder eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten hatten.

Stallbrand: Pferde wurden evakuiert

Ebenfalls am Samstag fiel in Dülmen in Nordrhein-Westfalen ein Pferdehof den Flammen zum Opfer. Gegen 18:10 Uhr wurden die Einsatzkräfte in die Bauernschaft von Merfeld zu einem Brand eines Stalls alarmiert. Es brannte im Dachbereich eines Stallgebäudes mit angrenzendem Wohngebäude, berichtet die Freiwillige Feuerwehr Dülmen.

Die Gebäude waren zu diesem Zeitpunkt bereits evakuiert und es befanden sich keine Menschen und Tiere in Gefahr. Bei der Evakuierung der in den Ställen befindlichen Pferde verletzten sich insgesamt vier Personen.

Pferdehof: Giebel stürzen bei Brand ein

Während der Einleitung der ersten Löschmaßnahmen griff das Feuer bereits auf das direkt angrenzende Wohngebäude über und entzündete den Dachstuhl. Ein Vollbrand des gesamten Gebäudekomplexes konnte nicht verhindert werden. Während der laufenden Brandbekämpfung kam es zum Einsturz eines der drei Giebel. Durch die Einrichtung eines vorher bestimmten Gefahrenbereichs wurden hierbei keine Personen verletzt.

Nach Rücksprache und Einschätzung des Fachberaters wurde ein freistehender Giebel zum kontrollierten Einsturz gebracht.

Tiere sterben bei Stallbrand

Auch in Epenwöhrden in Schleswig-Holstein rückte die Feuerwehr am Samstagabend aus. Kurz vor neun Uhr eilten die Einsatzkräfte aus dem Kreis Dithmarschen zu einem Feuer auf einem landwirtschaftlichen Betrieb. Es kam aus bisher ungeklärter Ursache zu einem verheerenden Feuer in einem Kälberstall, berichtet der Kreisfeuerwehrverband Dithmarschen.

Der Landwirt konnte über 100 Tiere aus dem Stall treiben, leider schafften es nicht alle Kälber rechtzeitig ins Freie.

Brand auf Agrarbetrieb: Fünf Kälber tot

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte sich das Feuer in dem Kälberstall bereits über die gesamte Fläche des Gebäudes ausgebreitet. Durch das unverzügliche Handeln des Eigentümers wurde bereits ein Großteil der in dem Stall untergebrachten Kälber gerettet, bevor die Feuerwehr an der Einsatzstelle eintraf.

Es gelang dem Landwirt und den Brandbekämpfern jedoch nicht, alle Tiere rechtzeitig ins Freie zu bringen. So verloren fünf Kälber bei dem Feuer ihr Leben. Durch die starke Rauchentwicklung um das Brandobjekt herum musste ein Großteil der Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten zur Brandbekämpfung vorgehen.

Mit Material von Kreisfeuerwehrverband Bodenseekreis e. V., Freiwillige Feuerwehr Dülmen, Kreisfeuerwehrverband Dithmarschen

Feuer auf Betrieben: Tiere sterben in Flammen

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