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Dorf und Familie

Minijobs, Strip-Till und Hof in Russland gründen

Externer Autor ,
am
05.04.2013

Was soll man vom Vorschlag der Grünen zu den Minijobs halten? Wer hat Erfahrung mit Strip-Till und ist es sinnvoll einen Hof in Russland zu übernehmen?

Fendt Vario 828 © Landliveuser SvenvH
Unterschied Fendt 819-828
 
Biogas2012 fragt: "Was ist eigentlich der Unterschied zwischen 819-828 er Fendt der aktuellen Baureihe. Gibt es Unterschiede in bestimmten Modellen z.b im Getriebe, Achsen usw usw?" IHC_523_Allrad merkt an: "Den 819 Vario gibt es nicht mehr, wurde wohl wegen fehlender Nachfrage eingestampft..." HFxJerseyxHerefort meint: "Also wenn ich des Daten-Blatt so deute, dann sind die 800er eigentlich komplett baugleich - vermutlich einziger Unterschied: der Motor, bzw. die Programmierung im Bezug auf die Leistung, wenn du dir mal die Datenblätter von den 700ern und den 800ern vergleichst wirst auch sehen, dass Unterschiede z.b. beim Getriebe vermerkt sind. Ansonsten einen von der Werkstatt fragen, der könnts vll genauer wissen." Notill schreibt: "Wenn ich richtig informiert bin, wurde die Vorderachse stabiler ausgelegt, da es oft Zahnradsalat in der Achse gab."

Hofgründung in Russland

frankietester schreibt: "Ich wohne in der Wolga Gegend, in der seit Katharina der II viele sogenannte Wolga-Deutsche bis zur Deportierung im II. WK gelebt haben. Gründe, die damals zum Auswandern von Deutschland nach Russland geführt haben, waren: zu kleine Schollen, hohen Abgabenlasten, Frondienste und Steuern und einengende Bestimmungen/Vorschriften/Gesetze = also wie jetzt auch! In der Wolgagegend sind die "Schollen" um die 10.000 ha, Steuern liegen bei 20% und Vorschriften .... naja kann man so oder so auslegen (Moskau ist weit) Es stehen eine Haufen Dörfer leer und man bemüht sich wieder anzusiedeln. Da ich hier so der einzigste "echte" Deutsche bin, wollte ich mich mal umhören, wie die Chancen sind, ein paar mehr Landsleute um sich zu haben." Mechanikles antwortet: "Ich denke mal, viele der "Interessenten" aus Deutschland haben Angst, vor den Konsequenzen, falls es denn nicht funktioniert. Mir würds auf einer Seite schon mal gefallen, wobei, selber einen Hof bewirtschaften würde ich nicht! Risiken, wie oben ja schon gennant, wären mir einfach zu hoch, vorallem, Mitarbeiter, nehme ich welche aus der Gegend, oder suche ich hier in Deutschland, bzw. deutschsprachigen Raum." Biobauerforever wird da deutlicher: "Mir wäre Russland zu heiß, um da mein Geld zu investieren - wer weiß, was dem Putin noch alles einfällt und am Ende wirst wieder deportiert." Und christiannds bringt es auf den Punkt: "Ich habe hier Familie, hier Freunde, Freude und bin glücklich und fühle mich hier verbunden, warum sollte ich, wenns auch interessant sein mag, nach Russland gehen und 10.000ha bewirtschaften? Auch da kann ich mich auch nur satt essen, von der Lebensqualität bin ich nicht überzeugt, von der Gewaltenteilung einschliesslich exekutive schon mal gar nicht." 
 
Landwirtschaft neu aufbauen lohnt sich das?

Vorschlag zur Neuregelung von Minijobs

Landwirtschaftsfan stellt folgendes zur Diskussion: "Vor paar Tagen kam von einer Grünen Abgeordneten ein interessanter Vorschlag zur Neuregelung von Mnijobs. Die gerade erst von 400 auf 450€ erhöhte Obergrenze soll auf 100€ gekürzt werden. Einst förderten die Grünen Minijobs, weil man hoffte so Arbeitslosen den Wiedereinstieg in das Berufsleben zu erleichtern. Doch das Gegenteil wurde der Fall, Minijobs werden zur beruflichen Sackgasse mt entsprechend biedrigen Rentenansprüchen und es werden immer mehr Vollzeitstellen in Minijobs umgewandelt.Besonders Frauen kommen aus der Sackgasse Minijob nicht mehr raus. Daher ist der Vorschlag eigentlich nur gerecht." Notill schreibt: "Auch eine möglichkeit Arbeitsplätze zu vernichten, vor allem die Stellen bei denen sich Rentner was dazuverdienen um Harz4 zu entgehen bzw mit denen sich Studenten das Studium finanzieren. Es würde Volkswirtschaftlich wesentlich mehr bringen, und auch sozial deutlich mehr, wenn man die Zeitarbeit verbieten würde. Das sind im Grunde die wirklichen Verlierer am Arbeitsplatz! Die haben am Ende meist weniger je Stunde als einer mit Minijob." Freisinger sieht es ähnlich: "Diese Hirnbrandige Idee kann wohl nur aus der sozialistisch-kommunistisch gefärbten Ecke kommen. Bei den Minijobs handelt es sich wohl um eine Erfolgsgeschichte,die seinesgleichen sucht. Hausfrauen, Schüler, Studenten können sich ohne großes Tam-Tam 400, seit neuestem 450 € dazuverdienen. Soll ich mir jetzt 4 Minijobber engagieren? Kann halt keinen Volltime-job vergeben. Wie Notill schon sagte,wäre es Volkswirtschaftlich wesentlich Sinnvoller,die Leiharbeit abzuschaffen." rocknrolldirk hält allerdings dagegen: "ch frage mich, warum es 2 verschiedene Lohnsysteme geben muss. Warum kann nicht jeder ab dem ersten Euro voll sozialversicherungspflichtig sein (sprich die Last wird breiter verteilt) ? Von einem Minijob kann niemand leben, das wäre aber eigentlich der Sinn von Erwerbsarbeit. Minijobs sind ein Sparmodell für gutsituierte Ehepaare, in denen der Mann arbeitet und die Frau sich ein hübsches Taschengeld dazuverdient-aus sozialer Sicht nicht unbedingt notwendig. Abgesehen davon ist ein 400-Eurojob auch noch eine gut handhabbare und undurchsichtige Basis, weitere Arbeitsstunden schwarz zu entlohnen.
Einer alleinerziehenden Mutter dagegen nutzt ein Minijob rein garnichts, das Problem ist aber, dass für wenig- und unqualifiziertes Personal fast nur noch Minijobs angeboten werden." 

STRIP-Till

SHagen fragt: "ich wollte mal so hören, wie Eure Gedanken und Meinungen über die Strip-till Bodenbearbeitung so sind! " Notill meint: "Für leichte Böden und große Flächen eine gute Lösung bei kleinen Flächen, bzw schweren Böden sehe ich keinen Vorteil" El_Cazador entgegnet: "Wieso soll es bei schweren Böden keinen Vorteil geben?! Sicherlich schwieriger umzusetzen, das Einsparpotential ist jedoch um einiges höher."  dermarquardt kann einen Erfahrungsbericht geben: "wir haben im letzten Jahr Zuckerrüben im Striptillverfahren angebaut, mit Unterfussduengung, und 45er Reihenabstand auf einem Lösslehm mit 65 Punkten. Unterfuss haben wir 1dt KAS gegeben und vor Aussaat 20to Champignonsubstrat sowie 1dt DAP, 2dt Korn Kali und 5dt Granukal um die Krume aufzukalken. Bei einem Nmin-Vorrat von 57kg im Bereich 0-90 sind wir damit auf etwa 180Kg/ha Gesamtstickstoff gekommen. Zum striptill, wir haben im Direktverfahren Schlitzen lassen, also Schlitzen Unterfussduengung und Säen in einem Arbeitsgang, zuvor haben wir noch einen flachen Grubberstrich durchgeführt damit der Boden unter der Ölrettischmatte ablüften und Abtrocknen kann. Beim Säen war die Bodenfeuchtigkeit vl etwas zu hoch was zur Folge hatte, das nicht jede Pille sehr gut mit Erde bedeckt war, was zu einem etwas ungleichmäßigem Feldaufgang geführt hat. Wichtig bei schweren Böden ist, dass abwarten muss bis der Boden reif ist, und auch in Bearbetungstiefe abgetrocknet ist, da man sonst Verdichtungen im Schlitz herverruft. Im Laufe der Vegetation hat sich nur positives herausgestellt, die Rüben haben ca 14 Tage vor der Mulchsaatvariante den Bestand geschlossen, waren dadurch Konkurennzstärker gegenüber den Unkräutern, und haben auch im Sommer bei der langanhaltenden Trockenheit keinen Wassermangel gezeigt, wodurch eine Beregnung eingespart wurde. Bei der Ernte konnten wir eine deutlich bessere Befahrbarkeit feststellen und auch der Rübenertrag mit 700dt/ha bei 19.1% Zucker hat überzeugt." und Limo schreibt: "Scheinbar schießen hier in der Ecke die Strip Tiller geradezu wie Pilze aus dem Boden. Bin auch gerade am überlegen ob ich auf den Zug aufspringen soll. Bin mal gespannt wie dieser Thread hier weitergeht."
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