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Wirtschaft

Minus für Nordzucker

Externer Autor
am
26.05.2010

Braunschweig - Die Nordzucker AG, Braunschweig, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Konzern rund zehn Millionen Euro Minus gemacht.

Zwar lag das operative Ergebnis bei 66 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Ursachen für den Verlust liegen in erheblichen Sondereffekten, die sich unter anderem aus Einmalaufwendungen zur Bereinigung der Beteiligungsstruktur (Serbien), Effekten aus dem Erwerb von Nordic Sugar sowie der Rückführung des Vertriebs von Eurosugar ergeben haben.

Preisdruck in der EU hält an

Nordzucker rechnet auch weiterhin mit Preisdruck in der EU, der zu einer erschwerten Weitergabe von steigenden Kosten führen wird und weitere Marktkonsolidierungen bewirken könnte. Für das Geschäftsjahr 2010/11 setzt das Unternehmen auf eine Beschleunigung des Integrationsprozesses von Nordzucker und Nordic Sugar. Dieser Prozess sei eng mit der Steigerung der Profitabilität im gesamten Konzern verknüpft, heißt es.

Effizienzsteigerungsprogramm soll jährlich 67 Millionen bringen

Gleichzeitig laufe auch ein Effizienzsteigerungsprogramm. Dies soll zu einem dauerhaften Einsparvolumen ab 2014/15 von 67 Millionen Euro jährlich beitragen. Alle Unternehmensbereiche sind laut Nordzucker betroffen: Produktion, Marketing & Vertrieb, Einkauf und Personal.

Mehr Umsatz durch Nordic Sugar

Nordzucker erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 durch die erstmalige Einbeziehung von Nordic Sugar einen Konzernumsatz von 1,8 Milliarden Euro, 0,6 Milliarden mehr als im Vorjahr. Auf der Grundlage des Jahresabschlusses der Nordzucker AG entfällt ein Gewinnverwendungsvorschlag. "Das abgelaufene Geschäftsjahr war in unserer Firmengeschichte ein Jahr der Gegensätz", erläuterte der Vorstandsvorsitzende Hartwig Fuchs. Gerade das operative Kerngeschäft der Nordzucker habe nach einer guten Kampagne mit einer Zuckerproduktion von 2,9 Millionen Tonnen europaweit sich positiv entwickelt. Nordzucker ist mit dem Erwerb von Nordic Sugar am 2. März 2009 zum zweitgrößten europäischen Zuckerhersteller aufgerückt und hat die bisherigen Kernmärkte um ein attraktives Absatzgebiet in Nordeuropa erweitert. (dlz agrarmagazin)

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