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Wirtschaft

Mischfutterhersteller: Brüssel soll Intervention öffnen

Externer Autor
am
10.08.2010

Brüssel - Der EU-Dachverband der Mischfutterhersteller (FEFAC) hat die Kommission angesichts der immer weiter gestiegenen Getreidepreise zum umgehenden Verkauf von Gerste aus der Intervention aufgefordert.

In der Intervention befinden sich rund fünf Millionen Tonnen Getreide. Die Behörde müsse sofort handeln, um spekulationsbedingte Preisschwankungen zu verringern, erklärte FEFAC-Präsident Patrick Van den Avenne.

FEFAC: Spekulation Schuld an Preisspitzen

Spekulation am Getreidemarkt sei der entscheidende Grund für die jüngsten Preisspitzen. Die EU-Weizennotierungen hätten sich seit Anfang Juli um 40 Prozent erhöht und es sei kein Ende in Sicht. Alle Experten stimmten überein, dass die zugrundeliegenden Marktfaktoren einen solch dramatischen Anstieg nicht rechtfertigten.

Globale Nachfrage kann trotz Ernteverlusten gedeckt werden

Selbst wenn sich die Ernteverluste in Russland und in der Ukraine bestätigten, werde in der EU und anderswo in der Welt genug produziert, um die globale Nachfrage zu decken und gleichzeitig ausreichende Reserven zu behalten.

Bedenken wegen künstlicher Inflation

Alle Partner innerhalb der Getreideverarbeitungskette hätten ernsthafte Bedenken über eine künstliche Ination der Nahrungsmittelpreise geäußert. Für den eigenen Bereich sieht FEFAC die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Tierproduktion bedroht. Der Sektor erhole sich noch immer vom Preisschock während des Wirtschaftsjahres 2007/08. (AgE)

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