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Mist ausbringen mit dem Helikopter

Mistausbringung mit dem Helikopter
© ah/Barbara Bäuerle-Rhyner
von , am
11.10.2017

Eine etwas andere Art, Mist auf den Flächen auszubringen, haben Landwirte in der Schweiz. Für die nur zu Fuß erreichbaren Alpwiesen hilft ihnen eine Helikopter-Crew.

Wie in jedem Jahr war die Mannschaft von Heli Linth aus Mollis in der Schweiz auch 2017 wieder auf einer besonderen Mission. Mit dem Helikopter wurde auf den hochgelegenen, steilen Alpenhängen in einer aufwendigen Aktion Mist ausgetragen. Dafür ist nicht nur viel Manpower, sondern auch eine ordentliche Portion Erfahrung notwendig.

Mist von 80 Kühen auf steile Flächen

Am nur zu Fuß erreichbaren Obersäss der Alp Walabütz sind die Tiere zwar schon im Tal, doch die Landwirte und ihre Helfer sind noch fleißig im Einsatz. Rund sechs Wochen waren achtzig Kühe und ein Stier auf den hochgelegenen Weiden. Der dabei angefallene Mist soll ebenfalls genutzt werden – und zwar für die steilen Hänge, berichtet das Fachmagazin Schweizer Bauer.

Mist mit Helikopter transportiert

Mistausbringung mit Helikopter
Das Unternehmen Heli Linth stellt eine erfahrende Crew. © ah/Barbara Bäuerle-Rhyner

Für die Arbeit sei ein Team von zwanzig Mann nötig. Wie Schweizer Bauer erklärt, wird der Mist mit einer speziell angefertigten, besonders reissfesten Blache an verschiedene Stellen gebracht. Dort werde er dann von den Helfern mit Mistgabeln verteilt.

Der früher auf der Alp übliche „Mister wurde somit ersetzt. Er hatte den ganzen Sommer über mit Pferd oder Seilwinde den Dünger auf den Wiesen auszubringen. 1983 aber wurde zum ersten Mal ein Helikopter hierfür eingesetzt. Eine Methode, die sich bewährt habe, so Schweizer Bauer.

Gefährliche Unfälle durch viele Mistgabeln

Sehr dankbar sei man auch über den Bagger, der die Transportsäcke heute zwischen den Flügen befüllt. Noch vor drei Jahren wurde dies ebenfalls von Menschenhand erledigt. Die Folge waren Unfälle und große Anstrengungen.

Schweizer Bauern berichtet: "[...] es standen bis zu zehn Mann auf dem Miststock und füllten unter großem Zeitdruck jeweils die Blachen. Das hätte vereinzelt zu Unfällen geführt, denn so nah aufeinander mit Mistgabeln hantierend in wenigen Minuten 700 bis 900 Kilo Mist ist zu «laden» sei nicht einfach gewesen."

Teamarbeit beim Mistausbringen

Sobald die Mistladungen an ihrem Bestimmungshang sind, werden sie von den vielen Helfern mit Mistgabeln auf den Flächen verteilt. Die Kosten für die Ausbringung belaufen sich auf etwa 4000 Schweizer Franken, also etwa 3.490 Euro. Für den Landwirt beziehungsweise Alpmeister eine gute Investition.

Dennoch kenne er keine andere Alp, die diese Methode anwende. Sie aber werden weitermachen. Die Teamarbeit verbinde laut Schweizer Bauer alle Teilnehmer an der Aktion jedes Jahr wieder aufs Neue.

Mit Material von Schweizer Bauern, Barbara Bäuerle-Rhyner

Auf einer Wagyu-Farm in den Bergen Japans

Christoph und Martin in den Bergen Japans
Martin Wecker und Christoph Bader sind Studenten der HSWT Weihenstephan-Triesdorf und haben ein Semester in Japan verbracht. © Foto: privat
Eine Wagyu-Herde in den Bergen Japans
Dort arbeiteten sie auf der Wagyu-Farm ihres japanischen Professors mitten in den Bergen Oitas. © Foto: privat
Christoph Bader trägt in Japan ein Wagyu-Kalb
In den Bergen Oitas ermittelten die Studenten neben dem Gewicht auch den Body Condition Score der rund 8 Wochen alten Kälber. © Foto: privat
Fütterungsstation einer Wagyu-Forschungsstation in Japan
Zudem haben Christoph Bader und Martin Wecker die Futterstation der Forschungsstation auf Vordermann gebracht. Die Rinder werden hier zur Fütterungszeit per Lautsprecher gerufen, die man ganz einfach via Knopfdruck über eine App steuern kann. © Foto: privat
App zur Steuerung der Fütterungsstation auf einer japanischen Wagyu-Forschungsstation
Neben der automatischen Fütterung kannst man mit dieser App auch die Kamera bewegen, das Lied einschalten, mit dem die Tiere gerufen werden, und das Fressgitter schließen. © Foto: privat
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