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Netzausbau

Mobilfunkgipfel: 5.000 Masten sollen Funklöcher stopfen

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am Mittwoch, 17.06.2020 - 11:30 (Jetzt kommentieren)

Insbesondere auf dem Land lässt der Netzempfang zu wünschen übrig. Zum Schließen der Funklöcher will der Bund nun 5.000 neue Mobilfunkstandorte errichten.

Gestern traf sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) mit Netzbetreibern und Vertreter der Länder und Kommunen zum 2. Mobilfunkgipfel, um sich zum weiteren Netzausbau zu beraten. Seit dem 1. Mobilfunkgipfel 2018 wurden mehr als 18.000 Masten neu errichtet. Doch im ländlichen Raum gibt es weiterhin zahlreiche unversorgte Gebiete. Jetzt sollen 5.000 weitere Standorte dazu kommen. Um die Funklöcher zu stopfen, will der Bund 1,1 Mrd. Euro bereitstellen. Zudem werden weitere 5 Mrd. Euro für den Ausbau des 5G-Netzes über eine neue Mobilfunk-Infrastrukturgesellschaft ausgeschüttet.

Genehmigungsverfahren beschleunigen

Damit der Ausbau zügig stattfinden kann, sollen die Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Netzbetreiber wie die Telekom klagen seit langer Zeit, dass die Genehmigung neuer Standorte oft zwei Jahre und länger dauert.  In Kooperation mit den betroffenen Kommunen solle ein Weg gefunden werden, bei dem sich die Genehmigungsbehörden "gegenseitig an die Hand nehmen" und die Zulassungszeiten von 18 auf drei Monate zu verkürzen.

Klöckner: Landwirte braucht 5G Netz

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) warb dafür, die neuen Töpfe auch schnell abzurufen und dafür "alle rechtlichen und gesetzlichen Hürden" abzubauen. „Es geht mir nicht nur um den Anschluss eines jeden Haushalts – wir brauchen 5G über jedem Acker, jedem Wald, jedem Stall. Der Landwirt, der in neue Maschinen investieren will, braucht jetzt schnellen Mobilfunk: um passgenauer und damit ressourcenschonender sowie effizienter arbeiten zu können“, betonte Klöckner.

Deutschlandkarte: Hier gibt es kein Netz

Vor gut zwei Jahren startete die Bundesnetzagentur eine Funkloch-App, mit der Anwender Funklöcher melden können. Mit der App sollten Versorgungslücken im Mobilfunkbereich dokumentiert werden. Die Funkloch-Karte des Anbieters zeigt, wo man in Deutschland bis heute kaum Empfang hat.

Mit Material von BMWI
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