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Wirtschaft

Moderne Technik optimal nutzen

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Eva Eckinger, agrarheute
am
15.11.2012

Bessere Abstimmung und Zusammenarbeit - dies fordern die Maschinenringe nun auch im Bereich der RTK-Signale. Auf der EuroTier stellten sie ihr neues Projekt vor.

Bisher sind Landwirte, die moderne Lenksysteme nutzen wollen und somit auf die Verfügbarkeit von Real Time Kinematic (RTK)-Signalen angewiesen sind, aufgrund mangelnder Abstimmung zwischen den Herstellern erheblich eingeschränkt. Hohe Kosten und schlechte Signalqualität sind das Resultat. "Es darf nicht länger sein, dass unsere Landwirte moderne Technik nicht optimal nutzen können, weil jeder Hersteller sein eigenes Signal anbietet und es keine übergreifende Zusammenarbeit gibt", meint Gerhard Röhrl, Geschäftsführer im Bundesverband der Maschinenringe e.V. (BMR).
 
Zusammenarbeit mit großen Unternehmen
 
Dieses Problem will man nun mit Hilfe der Schlepperfirmen anpacken. Es soll ein Netzwerk aufgebaut werden, in dem der Empfang günstiger und herstellerunabhängiger RTK-Signale möglich wird. Auf der EuroTier wurde bereits die Zusammenarbeit mit Claas, Richhardt Steuerungstechnik, Case IH-Steyr und Fendt angekündigt. Aufgrund des riesigen Interesses seitens der Landwirte und der Beteiligung großer Firmen, könne man sofort mit der Umsetzung beginnen und das erklärte Ziel erreichen: zum Frühjahr 2013 soll das RTK-Netz für alle verfügbar sein.

Online-Jobbörse wird ausgebaut

Neben dem ehrgeizigen RTK-Projekt präsentierten die Maschinenringe nun auch in Hannover ihre neue Online-Jobbörse für Stellen rund um den Agrarbereich. Das im September auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest in München vorgestellte Portal bietet zur Zeit bereits rund 100 Angebote. Röhrl ist überzeugt: "Die Landflucht muss nicht sein: Arbeit ist genügend da. Angebot und Nachfrage müssen aber besser aufeinander abgestimmt werden."

Mehr Sicherheit bei Biogasstrom-Direktvermarktung

Auch im Energiebereich engagieren sich die Maschinenringe. Zusammen mit ihrem Tochterunternehmen LandEnergie bieten sie Landwirten Hilfe, Unterstützung und mehr Sicherheit bei der Direktvermarktung von Biogasstrom. Dieses neue und unübersichtliche Feld verunsichert viele Anlagenbetreiber und birgt ein gewisses Risiko.
Zusammen mit ihrem ersten Partner, dem Energiedienstleister LEW Lechwerke, bieten die Maschinenringe nun laut Unternehmensangaben eine überdurchschnittlich hohe Managementprämie sowie einen geprüften, zuverlässigen Vertragspartner. Bei Fragen und Problemen steht die persönliche Betreuung durch LandEnergie helfend zur Seite. Diese rechtliche, finanzielle sowie organisatorische Sicherheit soll mehr Landwirte überzeugen, in die Direktvermarktung ihres Stroms einzusteigen.
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