Login
Tierquälerei

Möglicher Hinweis auf Täter: Messerfund in Güllegrube

Nordbayerischer Kurier/Eva Eckinger/agrarheute
am
26.04.2016

Nach einem brutalen Angriff auf ein Kalb und eine trächtige Kuh Ende letzten Jahres in Bayern, wurde nun in der Güllegrube des Betriebs ein Messer gefunden. Hierbei könnte es sich um die Tatwaffe handeln.

Wie der Nordbayerische Kurier berichtet, gibt es nach dem brutalen Überfall auf zwei Rinder eines Betriebes im Bayerischen Auerbach nun erste konkrete Spuren. Auf dem Hof der Familie in Welluck bei Auerbach wurde ein Messer in der Güllegrube gefunden.

Damals war ein Kalb geschlachtet und eine trächtige Kuh gequält worden. agrarheute berichtete über die Tat.

Kuh gequält und Kalb getötet

Bislang unbekannte Täter waren damals äußerst brutal vorgegangen: In der Nacht zum 31. Dezember wurde ein rund acht Monate altes Kalb aus dem Stall getrieben und geschlachtet sowie Fleisch aus dessen Keule geschnitten. Einer hochträchtigen Kuh wurde ein Stromkabel um den Hals gebunden, das Tier konnte sich befreien und lief auf dem Grundstück der Familie umher.

Mögliche Tatwaffe entdeckt

Anfang Februar war bereits die Hülle eines Messers in der Güllegrube des Landwirtes gefunden worden, so der Nordbayerische Kurier. Bei der Polizei bestand dadurch die Hoffnung, dass es sich  möglicherweise um die Hülle der Tatwaffe gehandelt haben könnte und dass sich das dazugehörige Messer ebenfalls in der Grube befindet.

Als die Güllegrube nun bis auf einen Restbestand geleert worden war, hat eine Einheit der Bereitschaftspolizei aus Nürnberg mit der Suche begonnen - und wurde fündig, wie die Zeitung berichtet.

Magnet, Unimog und Seilwinde fördern Messer zutage

Mit Hilfe eines großen Magneten, der von einem Unimog aus über eine Seilwinde in die Grube getaucht wurde, wurde diese systematisch abgesucht, berichtet der Nordbayerische Kurier. Nach mehreren Versuchen habe der Magnet tatsächlich ein Messer aus der Grube gezogen. Dabei könnte es sich, so die Polizei, um die Waffe handeln, mit der das Kalb getötet und das Fleisch herausgeschnitten worden ist.

Möglicherweise ergeben sich durch Nachfragen bei verschiedenen Geschäften oder aufgrund der Beschaffenheit des Messers Erkenntnisse in Bezug auf die Täter, so die Mitteilung der Polizei.

Ad libitum-Tränke bei Kälbern: Darauf kommt es an

Auch interessant