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Wirtschaft

Monsanto: Geschäft mit Mais-Saatgut bricht ein

pd
am
09.01.2015

Der US-amerikanische Agrochemiekonzern Monsanto hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015 ein Drittel weniger Gewinn gemacht. Grund sei der geringere Nachfrage nach Mais-Saatgut aus Südamerika.

Der Saatguthersteller Monsanto hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 (September bis November) deutlich an Gewinn eingebußt. Der Nettoerlös reduzierte sich um 34 Prozent auf 243 Millionen US-Dollar. Als eine Begründung führte Monsanto an, dass in Südamerika weniger Mais angebaut worden sei. Der Grund für den Rückgang des südamerikanischen Maisanbaus seien laut Monsanto die Rekordernten in den USA, die den Preis drücken.
 
Argentinische Landwirte hätten im letzten Jahr 20 Prozent weniger Mais, ihre brasilianischen Kollegen 10 Prozent weniger ausgesät. Trotzdem liege das Ergebnis immer noch über den Erwartungen, so Vorstandsvorsitzender Hugh Grant.
 

US-Maisernte drückt Nachfrage

Deutlich zugelegt hat dagegen das Geschäft mit Sojasaatgut. Hier verzeichnete Monsanto einen Umsatzanstieg um fast 50 Prozent auf 396 Millionen US-Dollar Monsanto erwartet, dass die US-Farmer ebenfalls weniger Mais pflanzen werden als in der vorherigen Saison. Daher geht Monsanto auch für das zweite Quartal einen um 5 bis 10 Prozent schrumpfenden Profit aus. Langfristig seien die Aussichten für Mais und Soja gut, so ein Monsanto-Manager. Für das Frühjahr erwartet der Konzern eine starke Nachfrage nach Soja in den USA. In Südamerika setzt Monsanto auf eine neue Gentechnik-Sojapflanze, die Insektengifte absondert.
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