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Tierschutzdiskussion

Mortler gegen PeTA-Schriften in Grundschulen

Mädchen in der Schule
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Sabine Leopold, agrarheute
am
15.09.2017

Die CSU-Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler fordert einen offenen Dialog zu Tierschutzfragen in deutschen Grundschulen. Propaganda-Material aus Tierrechtlerkreisen habe dabei nichts verloren. Lehrer sollten ihren Schülern stattdessen die Chance bieten, sich ein eigenes Bild von der Realität zu machen.

Marlene Mortler

"Kinder und Jugendliche mit unserem im Grundgesetz verankerten Staatsziel des Tierschutzes vertraut zu machen, ist grundsätzlich zu begrüßen. Die PETAkids-Flyer zeigen aber einmal mehr, dass eine sachliche Diskussion mit sogenannten Tierschützern nicht möglich ist", äußerte sich die CSU-Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler Mitte dieser Woche verärgert.

Auslöser war eine Propaganda-Broschüre, die PeTA ungefragt an schleswig-holsteinische Grundschulen verschickt (agrarheute berichtete). Darin wird für eine vegane Lebensweise geworben. Nutztierhaltung, Jagd und Zoologische Gärten werden angeprangert.

Mortler zum Inhalt der Flyer: "Ideologiegetrieben wird definiert, wer gut und böse handelt. Landwirte und Jäger werden als quälende und rücksichtslose Menschen diffamiert. Sieht so eine offene und wertungsfreie Vermittlung von Tierschutzfragen aus?"

Die CSU-Politikerin forderte die betroffenen Schulen auf, das Material nicht im Unterricht zu verwenden. Stattdessen sollten die Lehrer ihren Schülern ermöglichen, sich ein eigenes Bild von der Realität zu machen. Dazu seien beispielsweise Besuche auf landwirtschaftlichen Betrieben ein geeignetes Mittel.

Hinweis der Redaktion: In der ursprünglichen Fassung des Beitrages ist uns beim Namen von Frau Mortler ein bedauerlicher Fehler unterlaufen. Richtig lautet ihr Vorname Marlene, nicht Marianne. Wir haben das geändert und bitten um Entschuldigung.

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