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Wirtschaft

Moskau und Kiew wollen "Schwarzmeer-Getreiderat" bilden

AgE
am
17.09.2012

Moskau/Kiew - Russland und die Ukraine wollen ihre Getreideausfuhren gegebenenfalls koordinieren. Dazu soll ein bilateraler "Schwarzmeer-Getreiderat" ins Leben gerufen werden.

Wie das Moskauer Landwirtschaftsministerium mitteilte, sollen Verhandlungen darüber Mitte Oktober im Rahmen der von den Ressortchefs Nikolai Fjodorow und Nikolai Prisjashnjuk geleiteten russisch-ukrainischen Unterkommission für Agrarfragen stattfinden. Vorgespräche hätten deren Stellvertreter bereits Anfang dieses Monats am Rande der Landwirtschaftsausstellung Agro 2012 in Kiew geführt.
 
Die Aufgabe der Koordinierungsstelle solle zunächst im Informationsaustausch zur Sicherung der Wettbewerbsvorteile beider Länder auf dem Weltgetreidemarkt bestehen, erklärte das russische Landwirtschaftsministerium.

Ziele und Aufgaben

Die Zusammenarbeit im Rahmen des Getreiderats solle zu einer effizienteren Nutzung der Infrastruktur und zur Senkung der Exportkosten beitragen. In der längerfristigen Perspektive wären aber auch eine Vereinheitlichung der Exportregelungen, die Übernahme von Lieferungen an die Außenmärkte sowie gemeinsame Projekte zur Entwicklung der Getreidemarktinfrastruktur in Drittländern möglich. Die Idee eines "Getreidepools" von Ländern der Schwarzmeerregion unter Beteiligung Kasachstans wird bereits seit 2009 erörtert, bislang aber ohne konkrete Ergebnisse.
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