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Ernährung und Gesundheit

Moskau stoppt Lebensmittelimporte finnischer Herkunft

Externer Autor ,
am
26.07.2010

Moskau/Helsinki - Seit vergangenem Freitag dürfen 14 Betriebe der finnischen Nahrungsmittelwirtschaft vorübergehend keine Waren mehr nach Russland liefern.

© Dmitry Nikolaev/Fotolia

Mit dieser Maßnahme reagierte der Föderale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit Russlands nach eigenen Angaben auf die Ergebnisse von Kontrollen bei 23 finnischen Milch- und Fleischverarbeitern durch heimische Inspekteure. Von dem Lieferstopp sind auch Betriebe des Genossenschaftsunternehmens Valio betroffen, dem führenden Milchverarbeiter in Finnland. Laut Presseberichten entfallen rund 18 Prozent aller Verkäufe von Schmelzkäse am russischen Markt auf Produkte von Valio; bei Butter sind es 14 Prozent.

Qualitätsnormen nicht eingehalten 

Die finnischen Kontrolleure hatten bei einigen Produzenten festgestellt, dass die von Russland verlangten zeitlichen Normen für die Verarbeitung von Rohmilch nicht eingehalten wurden. Der Handelsstopp war auch Thema bei einem Besuch von Staatspräsident Dmitrij Medwedew im Nachbarland.

Problemlösung innerhalb vonzwei Wochen 

Nach Verhandlungen mit seiner Amtskollegin Tarja Halonen erinnerte Medwedew vor Medienvertretern daran, dass Moskau die finnischen Exporteure schon vor einem Jahr auf die Notwendigkeit aufmerksam gemacht habe, die russischen Qualitätsnormen zu beachten. Das Problem trägt nach Medwedews Worten allerdings einen rein technischen Charakter und könnte innerhalb von zwei Wochen gelöst werden. (AgE)

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