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Dorf und Familie

Motoren vorwärmen, knappes Rauhfutter und Wege gegen den Milchpreisverfall

Externer Autor ,
am
24.02.2012

Was gibt es für Erfahrungen mit Motorvorwärmern? Wird durch neue EU-Pläne Stroh knapp? Und welche Möglichkeiten gibt es gegen fallende Milchpreise?

Erfahrungen mit Motorenvorwärmern 
 
Bei den kalten Temperaturen braucht  CarpeDiem Hilfe  zu folgendem Thema: "Habe vor mir einen Motorvorwärmer für meinen mittlerweile schon in die Jahre gekommenen John-Deere 3650 zu gönnen. Beabsichtigt ist das offizielle dafür empfohlene Fabrikat Calix einzubauen. Dazu eine ganz simple Frage, bis zu welcher Temperatur kann man denn den Schlepper damit aufheizen??? Werden dafür Stunden/Tage benötigt?" CF berichtet aus eigener Erfahrung: "bei 2h Heizen hast das Kühlwasser handwarm! Sollte bei -20 Grad kein Problem sein! Hatten diese Vorwärmung beim 955 IH auch Verbaut und wirkt wunder bei der Kälte!" Auch Stifn1980 berichtet positives: "Wir haben auch eine Vorwärmung von Calix für New Holland 6030. Der läuft im Winterdienst,die vorwärmung wird über eine Zeitschaltuhr geschalten cs.2 stunden. Schlepper ist auch bei kalten Temperaturen (-20 grad) angesprungen und hat auch schnell Betriebtemperatur. Kann das nur empfehlen weil man den Motor auch was gutes tut." Und Hirschtreiber schreibt: "Wir haben die Calix schon seit über 15 Jahren drin. Super Sache vor allem für Traktoren die täglich nur kurz ran müssen (Futtermischwagen). Der Start ist viel schonender und er läuft sofort rund. Die Teile haben nur ca 50-60W, daher kann man sie auch angesteckt lassen ohne das was passiert. Allerdings muss man den Traktor schon mind. 1 Stunde vor dem Start an die Dose hängen um bei -20° den Motor merklich vorzuwärmen. Das funktioniert ganz gut mit einer billigen Zeitschaltuhr. Größter Nachteil ist das man eine Steckdose braucht."

Milchpreisverfallsprophylaxe

alois_burgstaller fragt: "Es ist erst 3 Jahre her, dass die Milchpreise in den Keller rasselten. Demonstrationen waren die Folge. Die Erinnerung an damals diskutierte Maßnahmen dürfte bei allen Beteiligten noch frisch genug sein. Gibt es überhaupt Möglichkeiten, einem drohenden Preisabschwung am Vorabend der freien Lieferbarkeit vorzubeugen? Ich meine, es ist für die Milchbauern nur theoretisch möglich, vorbeugend zu handeln. Oder hat sich irgendwo der freiwillige Lieferverzicht bewährt? Wenn ja, dann müßte man seine mögliche Einführung vorbereiten." Rottalboy ist der Meinung: "Das werden dann die Molkereien übernehmen, auch wenn es derzeit noch abgestritten wird. -> Milchmengensteuerung, wenns zuviel wird." Hausi wiederspricht dem energisch: "Warum das so sein soll, verstehe ich nicht. Nach der Quote hat man auch nicht mehr Fläche zur Verfügung als jetzt. Ein kleiner Teil kann noch intensiviert werden, ABER: täglich werden in Bayern (z.B.) über 20 ha wegen Baumaßnahmen und deren Ausgleich aus der Produktion genommen, ich wiederhole: TÄGLICH ÜBER 20 HA! Um den Rest der Fläche, welcher auf Politikerwunsch nach und nach extensiviert(also weniger Produkt/ha) wird, streiten sich Lebensmittel- und Energieerzeuger. Wo soll die Milch herkommen. Spontan fallen mir 10 Molkereien ein, die derzeit Milch suchen: Müller, Zott und Ehrmann bspw.verlieren Milch, weil Fläche in ihrem Kerngebiet an Energieerzeuger geht. Arla will 3.- größte Molkerei Deutschlands werden. Sämtliche Genossenschaften haben in der Satzung stehen, dass die gesamte auf dem Mitgliedsbetrieb erzeugte und nicht selbst verbrauchte Milch abgenommen werden MUSS. Wer bitte hat ein Interesse an einer Mengensteuerung (außer dem BDM, der seine Kollegen schikanieren will) ? --> Kein Mensch Übrigens: Die Nachfrage nach Milch steigt immer noch schneller als das Angebot. Die Milchproduktion in der EU steigt NICHT.  Also lasst uns doch nicht anfangen zu spinnen, nur weil in Deutschland 2011 die Grundfutterqualität spitze war. Ich kauf keine Quote mehr! Um die sollen sich die Niedersachsen streiten!" 

Wenn Rauhfutter knapp wird

Mim stellt folgende Theorie vor: "dieser Tage hatte ich eine interessante Diskussion um bäuerliche Landwirtschaft, Tierwohl - und Schweine auf Stroh als "Ideal". Und interessanterweise grad in dem vergangenen 12 Monaten in denen Rauhfutter, Stroh & Heu grad in guten Qualität sehr knapp geworden ist. Bekannte kauften ganze Züge/Quaderballen in Süddeutschland, Niederlande kaufen bis 350 km aus BRD um damit Strohpellets für ihre Hähnchenmast herzustellen. Und Pellets aus Stroh gehören auch zur "Energiewende" der erneuerbaren Energien, werden auch aus diesem Kanal abgezogen, währen die Maisanbauflächen immer mehr Getreide verdrängen. Kurz hochgerechnet - wenn jedes Schwein in der BRD nur täglich 10 g Stroh (halbe Handvoll) als Beschäftigungsmaterial (Entwürfe/BMELV- Schreiben, Ländervorschläge) bekommt - sind das x 26 Mio gute 2.600 to Stroh pro Tag x Jahrestage...? Zusätzlich zur ansteigenen Geflügelmast die ja auch auf Festfläche/Einstreu läuft und im Markt kauft? Bei dieser Entwicklung - ich gönne dem Ackerbau / Grünland die höherpreisige Verwertung von Herzen - wird es glaub ich aber auch durchaus spannend sein welche Verwerfungen hier Rauhfutter - Konkurrenz bringen wird, oder seht ihr das anders?" JW sieht es nicht so verbissen: "es währen 260t pro tag, als 10mal weniger Panik. Um mal zu verdeutlichen, wie viel Kosten entstehen würde, mal andersrum gerechnet , bei 10g Stroh pro Schwein und Tag wären es bei ca. 125Tagen Mastdauer ca 1,25kg Strohaufwand (ca 15-25cent) , bei 10.000 Schweinen immerhin dann schon 12,5t , das müsste auch auf einem Sattelzug platz haben , sind vielleicht 30 Quaderballen das tät mich jetzt nicht erschrecken , abgesehen vom Arbeitsaufwand , weil wer bei 10000 Mastschweinen keine 30Quaderballen Stroh vom eigenen Ackern fahren kann macht was verkehrt" Aber christiannds merkt noch an: "Es geht ja um Beschäftigungsmaterial, oder? Wenn ich einem Schwein 10 Gramm gebe, "verdunstet" das nicht, also nach 1,2 oder 3 Stunden ist doch davon nix mehr da, oder? Geschweige denn nach 10, 20 oder 24 Stunden. Ich meine, die meisten Ställe stehen doch auf einem Keller in dem Gülle gelagert wird, fällt dieses Stroh(10g/Tier) nicht direkt durch, also durch die Rosten/Spalten in die Gülle?" was Schaumburger gleich bestätigt: "das ist nach 2 Minuten weg. Hab das schon mit 100 Gramm probiert... Hauptsache die Gülle fließt noch!"

Zweimal TU bei Kühen?

"Macht jemand bei Kühen eine zweite Trächtigkeitsuntersuchung? Wenn ja, wann erfolgt die erste und wann die zweite? Wie sicher sind die frühen Ultraschall-TU ab dem 28. Tag?" das fragt MichaelR. Freisinger schreibt: "Nach 28 Tagen sagts mir mein TA schon nach rektaler TU......bei ca 90% der Kühe mit Garantie. Eine 2. TU gibts nur noch,wenn eine Kuh später rindert.....weil meistens ist sie doch trächtig." und Heinrich antwortet: "Grundsätzlich geht recht früh. Aber unser Beesamungstechniker meint das wenn abgestzt meist um den 40 Tag. Deshalb empfiehlt er 40+. Ultraschall können unsere Tierärzte erst ab ca 35 Tag. Liegt warscheinlich aber daran das der Besamungstechniker billiger ist und sie deshalb nichtg die Erfahrung haben. Zumindest dauert eine Ergebniss deutlich länger als beim Besamungstechniker." CS meint: "Ja wir untersuchen zweimal! Wir machen jeden 2. Dienstag TUs ab 28. Trächtigkeitstag, vorallem um die nicht tragenden Kühe schneller wieder zu besamen und untersuchen die tragenden Kühe aber ab dem 60. Trächtigkeitstag nochmal nach!  Gerade zwischen dem 28. und 42.Tag ist die Embryonensterblichkeit vorhanden. Würde jetzt mal ohne groß nachzurechnen sagen das die so bei 3 bis 5 % liegt, aber bezogen auf den Zeitraum zwischen dem 28. und 60. Tag. Die Hälfte davon fallen aber meist schon bei der 1.TU auf weil sie wenig Fruchtwasser oder so haben."
 

Wühlmausfallen - die Qual der Wahl

Andy beschäftigt mich seit ein paar Tagen mit dem Gedanken, wie ich die vielen Mäuse auf den Wiesen wieder los wird. Er schreibt: "mich mit verschiedenen Systemen befasst und will bewusst auf Fallen zurückgreifen. Dazu habe ich schon viel von den schweizer Top-Cat-Fallen gehört, die ja sehr gut sein sollen. Aber der Preis ist schon gesalzen. Habe im Internet was ähliches gefunden, das zum Teil auch über die BayWa erhältich ist. Hier mal der Link:Wühlmausfalle Swissinno SuperCat Kennt die jemand von euch oder hat die jemand schon im Einsatz? Der Preis um die 15 Euro ist denke ich OK, im Vergleich zur TopCat. Oder kennt jemand noch andere Möglichkeiten/Fallen?" "volex wolf , diese setz ich ein,bei deiner Supercat macht Sand mit der Zeit ein Problem die springt dann nimmer sauber ab." das schreibt RRoterbaron. hartmutahrens meint: "Von der Firma Neudorff Wühlmauskastenfalle. ich hab da sehr gute Erfahrungen mit gemacht, leicht zu bedienen und gute Fangergebnisse." Tine1969 gibt folgenden Erfahrungsbericht: "Hab drei dieser Fallen einige Zeit im Einsatz gehabt. Das Problem mit der Zeit ist wirklich die Erde, die dann das Ganze etwas verspätet auslöst. Ist dann nicht gerade angenehm für die Maus, wenn sie nur mit der Nasenspitze drinhängt (alles schon erlebt) Deswegen bin ich auf die Bayerische Drahtfalle umgestiegen - klappt ganz gut - ist halt sehr zeitaufwendig. Bei den "Problem-Mäusen", die die Drahtfallen immer wieder "zuschieben" nehm ich dann die Supercat. Fängt sehr zuverlässig, wenn richtig gereinigt! Nur eine vergrämte Maus, ist halt auch sehr schlau. Dann ist es auch mit dieser Falle nicht gerade einfach, so ein "Mistviech" zu erwischen. Da muss wahrscheinlich jeder seine eigenen Erfahrungen machen! Auf alle Fälle viel Glück beim Mäusefang!" 
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