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Wirtschaft

Mühlen machen nach CMA-Aus mehr PR

Externer Autor
am
24.08.2009

Berlin - Der Verband Deutscher Mühlen (VDM) weitet nach dem Aus der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) seine Öffentlichkeitsarbeit aus und will zudem im Sinne der Absatzförderung für mehr Zusammenhalt in der Getreidekette sorgen.

Das hat VDM-Hauptgeschäftsführer Manfred Weizbauer angekündigt. "Wir wollen unsere PR-Aktivitäten verstärken, und zwar hoffentlich in der gesamten Getreidekette vom Züchter bis zum Bäcker", erklärte Weizbauer, dessen Verband vor dem Bundesverfassungsgericht zu den Klägern gehört hatte, die durch das Karlsruher Urteil das Absatzfondsgesetz zu Fall gebracht hatten.

Seinen erfolgreichen Widerstand gegen das Absatzfondsgesetz begründete Weizbauer unter anderem damit, dass bei der CMA die "grüne Front" der Landwirtschaft immer die Mehrheit gehabt habe und man deswegen nicht über die Mittel habe bestimmen können. Man sei für die Zukunft nun gerade dabei, für die Absatzförderung etwas auf die Beine zu stellen. Dr. Heiko Zentgraf von der Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) werde versuchen, "alle unter ein Dach zu bekommen", sagte Weizbauer zu den Anstrengungen, die Getreidekette für ein gemeinsames Projekt zu gewinnen.

Es gebe erste positive Signale. Ende des Jahres werde man Klarheit haben, betonte Weizbauer gegenüber dem Presse- und Informationsdienst Agra-Europe. Unabhängig davon habe der VDM seinen Etat für die Öffentlichkeitsarbeit gegenüber 2008 etwa verdoppelt. Erstmals seit Jahrzehnten ist laut VDM-Angaben bei den Unternehmen der Mühlenbranche im Getreidewirtschaftsjahr 2008/09 die Vermahlung leicht zurückgegangen, und zwar um 230.000 Tonnen oder rund drei Prozent auf 7,5 Millionen Tonnen. (AgE)

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