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Werksschließung

Müller-Gruppe schließt vier Homann-Werke: Tausende Arbeitsplätze bedroht

Müller-Logo auf Homann-Feinkost
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Julia Eder, agrarheute
am
03.05.2017

Die Unternehmensgruppe Theo Müller will bis 2020 ihre vier Produktionsstandorte der Unternehmenstochter Homann Feinkost schließen, die 3.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Homann-Produktionsstandorte Dissen und Lintorf (Niedersachsen), Bottrop (Nordrhein-Westfalen) und Floh-Seligenthal (Thüringen) werden bis 2020 geschlossen und an einem neuen Standort zusammengeführt. Allein in Dissen gehen 1.200 Arbeitsplätze verloren. Insgesamt beschäftigt Homann rund 3.000 Mitarbeiter.

Am Wochenende reagierten die Mitarbeiter und Einwohner von Dissen mit einer Demonstration, an der nach Polizeiangaben 2.500 Personen teilnahmen.

Müller will Homann-Produktion nach Sachsen verlegen

Hintergrund der Schließung sei laut Müller eine Krise des Unternehmens, die durch scharfen Wettbewerb auf dem Feinkost-Markt und mangelnde Entwicklungs- und Synergie-Potentiale an den vier genannten Produktionsstätten entstanden sei.

Die favorisierte Lösung für den neuen Standort sei das sächsische Leppersdorf, wo die Unternehmensgruppe Theo Müller bereits eine Molkerei betreibt. Eine endgültige Entscheidung sei laut Müller aber noch nicht gefallen. Theo Müller plant dafür in den kommenden Jahren Investitionen von bis zu 500 Millionen Euro.

SPD: Müller will Lohnkosten sparen

Nach Ansicht der SPD sind die Gründe für die Schließung und den Umzug aber andere: Es ginge um die Höhe der Arbeitslöhne. So sei davon auszugehen, dass beim jetzigen Lohnunterschied 6.000 Euro pro Facharbeiter pro Jahr eingespart würden. Über die Kritik der SPD an Theo Müller berichtet das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt.

Wilhelm Priesmeier, agrarpolitischer Sprecher der SPD und Rainer Spiering, zuständiger Berichterstatter, meinten zu dem Vorgang, dass die Müller Gruppe mit dieser unternehmerischen Entscheidung den letzten Funken guten Ruf verliere, den sie am Wirtschaftsstandort Deutschland noch hätte. Denn dies reihe sich ein, in eine lang geübte Praxis, bei der Profite wichtiger seien als soziale Verantwortung. "So musste die Käserei Loose im Kreis Goslar 2007 nach dem Ende der Förderlaufzeit abwandern. Außerdem zog die Familie Müller 2003 in die Schweiz, um der deutschen Erbschaftssteuer zu entkommen", so die Politiker.

Mit Material von Müller Gruppe, BLW

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