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Dorf und Familie

Mulchsaat bei Biomais und Plastikkompost auf dem Acker

Matthias Ludwig
am
26.06.2015

Die Topthemen der Woche in unserer Community: Lässt sich bei Biomais auch das Mulchsaatverfahren einsetzen? Und soll man sich wirklich mit Plastik versetzten Kompost auf den Acker kippen lassen?

Mulchsaat im Bio-Mais
 
The_Fox schreibt: "Ich beschäftige mich gerade mit der Anbauplanung für das nächste Jahr. Ich möchte zum ersten Mal seit der Umstellung auf Bio wieder Mais anbauen. Bei meinen Hanglagen ist eine Mulchsaat aber eigentlich fast Pflicht. Gleichzeitig möchte ich den Mais am Anfang so lange es geht striegeln. Früher haben wir für die Mulchsaat immer Senf verwendet aber ich befürchte, dass sich dass mit dem Striegel beißt. Seit der Umstellung habe ich meistens Alexandrinerklee als Zwischenfrucht gesät. Bloß weiß ich nicht, ob da auch genügend Pflanzenmasse für einen ausreichenden Erosionsschutz zusammenkommt - zumal ich den Alex am besten schon Ende Juli säen sollte damit er was wird. Zumal auf einem Teil der Flächen Ackerbohnen als Vorfrucht stehen (der Rest ist Weizen), die erst relativ spät das Feld räumen. Wer hat in der Richtung schon Erfahung gesammelt? Ich bin auch für alle Alternativvorschläge dankbar."
 
max23 antwortet: "Nach Weizen könntest du zum Beispiel auch Grünfuttererbsen (Peluschken) anbauen. Die kann man bis ca. Mitte August anbauen und wachsen eigentlich jedes Jahr recht üppig und unterdrücken das Unkraut gut. Die Saatgutkosten sind halt relativ hoch. Nach den Ackerbohnen würde ich eher keine Leguminosen als Zwischenfrucht nehmen."
 
Und Darky meint: "Ich denke da bringst im Boden die Mineralisierung nicht in Gang und der Mais wird nicht werden.... oder kannst du Kacke düngen?"

Kompost aus der Biotonne. Irgendwie so gar nicht BIO!

Mett kommentiert einen Beitrag der ARD Sendung Kontraste: "Warum beantwortet der Typ vom Umweltbundesamt nicht die Frage des Reporters? Wenns den gesetzlichen Vorgaben entspricht, kann man das Zeug nicht mal zurück gehen lassen, oder?"
 
DWEWT schreibt dazu: "Dieser Mensch hat eine Funktion und in dieser Funktion hat er die gesetzlichen Vorgaben zu vertreten! Gerade das wollen wir doch von diesen Funktionsträgern. Wo kommen wir denn hin, wenn da jeder auch noch seine unmaßgebliche subjektive Meinung äußert? Der eigentlich Verpeilte in diesem Interview, ist der fragende Reporter. Warum geht er nicht in eine Fußgängerzone und befragt dort Unbeteiligte nach ihrer Meinung zum Plastikabfall im Biomüll? Dort zumindest würde er auf die treffen, die das Problem verursachen."
 
Und fury007 meint: "Wird das nicht irgendwie noch gefördert, wenn man so nen Dreck auf seinen Acker kippt? Wäre das nicht mal eine Kampfansage, wenn wir Landwirte NICHT den Klärschlamm und diesen Biotonnen-Abfall aufnehmen würden... quasi eine Art Streik um der Welt zu zeigen, das wir doofen umweltverschmutzenden Bauern DOCH recht wichtig für die Gesellschaft sind?"

Existenzgfährdung durch Flächenverkauf

pferd100 fragt: "Ich habe eine Fläche ca.15 Jahre in Pacht. Der Pächter hat mir mündlich zugesichert, dass ich die Fläche pachten kann bis zur Rente, bin jetzt 48 Jahre. Nun ist der Eigentümer gestorben. Ich nehme an das die Fläche verkauft werden soll. Was ist von der mündlichen Zusage zu halten. Welche Möglichkeiten bieten sich jetzt für mich, außer Flächenkauf. Wenn ich die Fläche liegen lassen muß ist die Existenz gefährdet. Flächenkauf kommt nicht in Frage, selbst wenn das ein Landwirt kaufen sollte, dann aus Erträgen aus anderen Bereichen. Sind wir Landwirte eigentlich verrückt diese hohen Preise zu bezahlen.Welche Rendite ist damit zu erzielen!!!! Große Dax30 Unternehmen würden nicht in Bereiche investieren wo keine ansprechenden Renditen zu erzielen sind, oder würden diese zu einem späteren Zeitpunkt schließen, wegen mangelder Profitabilität. Welche Möglichkeiten habe ich."
 
240236 meint: "Ich kann gar nicht verstehen, daß es noch immer so viele naive Landwirte gibt und sich auf mündliche Pachten verlassen. Was ist existenzgefährdend (ist die Pachtfläche im Vergleich zur Eigenfläche so groß oder war sie so günstig)?"
 
Und DWEWT schreibt: "Der neue Eigentümer kann Dir, mit einer Frist von 2 Jahren, kündigen. Vielleicht fühlt er sich jedoch an die mündliche Zusage des Erblassers gebunden. Dann würde alles wie bisher weiterlaufen. Ldw. Flächen sind Spekulationsobjekte. Sie sind wertstabil und bisher sicher im Wertzuwachs. Die zu erzielende Pacht, spielt da nur eine untergeordnete Rolle."

Wintererbsen und Hirse

Dreyer braucht eine Entscheidungshilfe: "Wir Planen momentan einen Stall für ca. 480 Kühe. Da der Milchpreis aber vorerst unter denn Produktionskosten ist sollte man überlegen wie man grade in Jahren wie dieses die Kühe satt kriegt, denn der Mais steht bei uns eher schlecht als recht, deshalb habe ich mir Gedanken gemacht was man nach Silomais noch produzieren kann. Mir kam dabei die Idee der Getreide Legu gemenge und zwar Wintererbsen und z.B. W-Gerste nach Mais dieses dann Häckseln und nach dem Legu Gemenge eine frühe Hirsesorte anbauen. Nun die Frage: Habt ihr oder Bekannte mit dem Anbau von Wintererbsen und der Fütterung von Hirse bei Milchkühen?"
 
Kartoffelbluete antwortet:"Wintererbsen ist eine gute Sache, passt aber meiner Meinung nach besser zu Wintertritticale. Wird in unserer Region einiges gemacht als GPS für
Futter und auch zum Dreschen. Hirse geht eigentlich nur in die BGA`s, wahrscheinlich nicht ohne Grund"
 
Und Darky schreibt: "Im Grunde würde ich an deiner Stelle schauen, was ich im Futter brauche - also in der Ration - und dann sehen welche Gemengepartner mir das möglichst günstig und sicher liefern. Bei Hülsenfrüchten im halbreifen Zustand hätte ich evtl wegen Bitterstoffen usw bedenken... man darf ja auch nicht einfach Soja durch Erbsen ersetzen wegen der Bitterstoffe, die die Verbaulichkeit einschränken."

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