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Umwelt

NABU und DBV rufen zur Anlage von Feldlerchenfenstern auf

von , am
06.10.2010

Berlin - Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Deutsche Bauernverband (DBV) haben Landwirte erneut zur Mitwirkung beim Schutz der Feldlerche aufgerufen.

Durch die Anlage von Feldlerchenfenstern bei der laufenden Aussaat von Wintergetreide und Raps könnten sich Landwirte noch freiwillig und ohne großen Ertragsausfall für die Feldlerche einsetzen, erklärten NABU-Präsident Olaf Tschimpke und DBV-Präsident Gerd Sonnleitner in einer gemeinsamen Presseinformation.

Bei den Fenstern handle es sich um etwa 20 qm große Stellen, die nicht mit eingesät würden. Sie seien im nächsten Sommer als Lücken im geschlossenen Getreidebestand sichtbar und würden gerne von Feldlerchen und anderen Vogelarten zur Nahrungssuche aufgesucht, erläuterten beide Verbände.

Das Feldlerchenprojekt 

Erste Ergebnisse der dieses Jahr im Rahmen des Projektes durchgeführten wissenschaftlichen Begleituntersuchung deuteten auf einen positiven Effekt der Maßnahme bei der Revierdichte der Feldlerche auf den Äckern mit Feldlerchenfenstern hin. Eine weitergehende Aussage sei jedoch erst nach Abschluss der Auswertung aller Daten möglich.

Positive Zwischenbilanz  

Im Rahmen des Projektes "1.000 Äcker für die Feldlerche" seien seit Herbst 2009 bundesweit bereits mehr als 3.000 Feldlerchenfenster von gut 300 Landwirten angelegt worden, berichtete Projektkoordinator Dominic Cimiotti. Damit könne eine positive Zwischenbilanz des noch bis Mai 2011 laufenden Projektes gezogen werden, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert werde.

Jeder Acker zählt 

In Nordrhein-Westfalen seien darüber hinaus zusätzlich 9.000 Lerchenfenster bei einem Partnerprojekt in Kooperation zwischen der Landesregierung und den beiden Landesbauernverbänden auf der Basis einer finanziellen Förderung angelegt worden. "Um das selbst gesteckte Ziel von mindestens 1.000 Äckern zu erreichen, setzen wir auf die kurzfristige Mitwirkung weiterer Landwirte in diesem Herbst", betonte DBV-Umweltreferent Steffen Pingen. Bisher sei die Maßnahme im Zuge des Projektes von NABU und DBV auf gut 700 Äckern aus nahezu allen Bundesländern umgesetzt worden. (AgE)

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