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Trockenheit

Der nächste Dürresommer droht

Traktor auf trocknem Feld
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Dagmar Deutsch, agrarheute
am
24.04.2019
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In den neuen Bundesländern ist die Bodenfeuchte so niedrig wie im Juli 2018. In Mecklenburg-Vorpommern appelliert das Ministerium, Bodenbearbeitungsmaßnahmen den Witterungsbedingungen anzupassen. Was glauben Sie? Steht uns die nächste Dürre bevor? Kommentieren Sie mit!

Starke Winde sorgen derzeit in Mecklenburg-Vorpommern für Wirbel. Am Dienstag (23.4.) kam es auf ausgetrockneten oder oberflächlich abgetrockneten Äckern zu kurzzeitigen Sandverwehungen. Daher appelliert das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern erneut an Landwirte, Bodenbearbeitungs- und Bestellmaßnahmen den Witterungsbedingungen anzupassen. Arbeiten, die das Austrocknen der Bodenoberfläche begünstigen und eine ebene, trockene Bodenoberfläche schaffen, sollen unterlassen werden. Dies gilt insbesondere in der Nähe von Straßen und Ortschaften.

Bei anhaltender Trockenheit droht neue Dürre

Tagesaktuelle Information zur Winderosionsgefährdung finden Landwirte im Informationssystem für die Agrarmeteorologische Beratung der Landwirtschaft (ISABEL) des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Dieser verkündet, dass Deutschland bei anhaltender Trockenheit ein neuer Dürresommer bevorstehen könnte. Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte die Dürre des Jahres 2018 sogar übertroffen werden, sagt Udo Busch, der Leiter der DWD-Agrarmeteorologie.

Neue Bundesländer besonders von Trockenheit betroffen

Zum Beginn der Vegetationsperiode sind die Böden in vielen Regionen deutlich trockener als im vierteljährlichen Durchschnitt. Vielerorts sogar trockener als im April 2018.

Besonders betroffen sind die östlichen Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Bodenfeuchte ist hier bereits so niedrig wie im Juli 2018. Auch, wenn es noch viel regnen sollte, bleibt sie den Schätzungen nach bis in den Sommer unter dem vieljährigen Mittelwert.

Mit Material von Deutscher Wetterdienst, Regierungsportal Mecklenburg-Vorpommern

Bleiben die Niederschläge 2019 unter Vorjahresniveau?

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