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Aufreger

Nächtliches Häckseln: Pro und Contra auf Facebook

Maisernte bei Nacht
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Katharina Krenn, agrarheute
am
11.10.2016

Beim Thema ‚Nächtliche Feldarbeit‘ scheiden sich bei unseren Lesern die Geister. Ein aktueller Fall bei dem ein Anwohner die Polizei einschaltete, sorgt für rege Diskussionen.

Die gestrige Meldung über eine Beschwerde der Ruhestörung durch Häckselarbeiten hat auf der agrarheute-Facebook-Seite für viel Diskussionsstoff gesorgt. Ein Anwohner eines Wohngebiets in Regen hatte letzten Freitag gegen 1 Uhr Nachts die Polizei gerufen, nachdem er sich von den Häckselarbeiten auf einem nahegelegenen Feld gestört fühlte. Die Polizei entschied jedoch zu Gunsten des Landwirts und ließ ihn weiter gewähren.

Notlage rechtfertigt Nachtarbeit

Für die Entscheidung des Landwirts und der Polizei zeigten viele Verständnis. Das Wetter habe dieses Jahr die Erntearbeiten erschwert - vor allem wenn mit Mietgeräten und Lohnern gearbeitet werden müsse: „Bei Mietgeräten kostet jede Stunde und da muss zur Not eben nachts gearbeitet werden.“, schreibt ein facebook-User.

Ein anderer kommentiert: „Wer inmitten landwirtschaftlicher Nutzflächen wohnt, muss auch bereit sein, die durch landwirtschaftliche Nutzung freigesetzten (zulässigen) Emissionen hinzunehmen.“

Polizei ist nicht Richter, aber Schlichter

So analysierte ein Weiterer die Situation: „Ob es eine Notlage war, bedarf wohl der Abwägung verschiedener Rechte unter dem Aspekt der gegenseitigen nachbarrechtlichen Rücksichtnahme. Die Polizei ist nicht Richter, wäre daher verpflichtet eine Anzeige wegen Ruhestörung aufzunehmen, über die notfalls später ein Gericht entscheidet. Der Ruhegestörte kann grundsätzlich auch auf Unterlassung (für die Zukunft) klagen. Die Wetterlage ist Betriebsrisiko des Landwirts, berechtigt aber nicht zum Rechtsbruch (Ruhestörung). Dennoch finde ich die vorläufige Deskalation und Schlichtung durch die Polizei im Ergebnis o.k.“

Nachtarbeit muss nicht sein

Andere sind der Meinung: „Nachts muss man nicht Häckseln und beim Mais spielt ein Tag länger überhaupt keine Rolle. Da braucht sich keiner zu wundern, wenn wieder Metall in den Mais gehängt wird.“ Dazu schreibt ein User: „Ich komm selber vom Land und kann es nicht verstehen, dass bei gutem Wetter bis tief in die Nacht gearbeitet werden muss. Blödsinn ist das. Genau wie hier Sonntags einer mit dem Mulcher los knallt und eine 500 m Staubwolke zieht. Hätte man da nicht vielleicht besser einen Tag warten können oder am besten sogar bis leichter Tau kommt. Manche überlegen einfach nicht. Wir sehen immer zu, dass wir gegen 21 Uhr die Heimreise antreten.“

Diskutieren Sie mit auf der agrarheute-Facebook-Seite.

Das große Häckseln: So kommt der Mais bei den Usern vom Feld

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