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Lebensmittelpreise

Nahrungsmittel: Von jedem Euro landen nur 23 Cent beim Landwirt

Geld auf Getreidefeld
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Eva Eckinger, agrarheute
am
26.03.2019

Heute erhält der Landwirt von 1 Euro Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel lediglich noch 23 Cent. Das berichtet der Rheinische Landwirtschaftsverband.

Wie der Rheinische Landwirtschaftsverband (RLV) berichtet, lag der Anteil der landwirtschaftlichen Verkaufserlöse an den Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel inländischer Herkunft im Jahr 2017 bei 23 Prozent. Das bedeutet: Von 1 Euro Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel erhält der Landwirt heute nur noch 23 Cent.

Anfang der 1970er Jahre sei der entsprechende Anteil mit 48 Prozent mehr als doppelt so hoch gewesen.

Anteil für Landwirte an Verbraucherausgaben

  • Bei Milch und Milcherzeugnissen betrug der Anteil in 2017 nach RLV-Angaben 40 Prozent,
  • bei Fleisch- und Fleischwaren gut 22 Prozent.
  • Am niedrigsten ist der Erlösanteil nach wie vor bei Brotgetreide und Brotgetreideerzeugnissen mit knapp 4 Prozent.

Landwirtschaftliche Erzeugerpreise für Backweizen

Nahrungsmittel

Selbst landwirtschaftliche Erzeugerpreise für Backweizen von 200 €/t stellen nur einen geringen Kostenfaktor bei der Brotherstellung dar, so der RLV weiter. Bei einem Brötchen entfielen weniger als 7 Prozent des Preises auf seinen Getreideanteil.

Für die Herstellung eines Brötchens benötigt der Bäcker etwa 34 g Mehl. Bei einem Ausmahlungsgrad von rund 75 Prozent sind das lediglich 45 g Weizen. Um den Brötchenpreis um nur einen Cent anzuheben, müsste sich der Getreidepreis verdoppeln.

Schwerwiegender in der Preiskalkulation der Bäcker wirken sich dagegen die Kosten für Energie und Arbeit aus.

Mit Material von Rheinischer Landwirtschaftsverband (RLV)

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