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Umwelt

NEC-Richtlinie: 'Schwerwiegende Folgen für Tierhalter'

von , am
19.10.2015

Die Forderungen des EU-Umweltausschusses hinsichtlich der geplanten NEC-Richtlinie, hätten für Deutschlands Bauern schwerwiegende Folgen. So müsste in Bayern laut BBV jedes zweite Rind weg.

Das EU-Parlament wird am 27. Oktober über die NEC-Richtlinie abstimmen. Damit ist eine weitere Verringerung der Methan- und Ammoniakemissionen geplant. Für Deutschland fordert dabei der Umweltausschuss des EU-Parlaments ein Minus von 46 Prozent bei Ammoniak bis 2025 und bei Methan ein Minus von 39 Prozent bis 2030.
 

Landwirte müssten Tierhaltung extrem verkleinern

"Für die bayerischen Bauern und die Tierhaltung in Bayern wären diese Vorgaben eine Katastrophe", erklärt der Bayerische Bauernverband in einer Mitteilung. "Eine Studie der EU-Kommission zeigt: Um die Ziele zu erreichen, müsste mindestens jedes zweite Rind, jede achte Milchkuh und jedes achte Schwein abgeschafft werden. Dabei leisten Bauern bereits einen enormen Beitrag zum Klimaschutz."
 
Laut Umweltbundesamt hätten die deutschen Landwirte die Methan- und Ammoniakemissionen zwischen 1990 und 2010 bereits um rund 23 Prozent reduziert. Grundlage dafür waren viele technische Verbesserungen im Stall und bei der Arbeit auf den Feldern.

DBV: Technisches Potenzial erschöpft

Laut Bauernverband ist jedoch das technische Potenzial weitgehend erschöpft. Die Grenzwerte wären nur zu erreichen, wenn viele Bauern ihre Tierhaltung aufgeben und ihre Tiere zum Schlachter bringen. Durch die geplanten Vorgaben würden gerade kleine Betriebe verschwinden. Durch die geplante Ammoniakminderung werde auch die Weiterentwicklung tiergerechter Haltungsverfahren in der Schweine- und Milchviehhaltung konterkariert: An die Stelle von offenen und luftigen Stallsystemen müssten hermetisch abgeriegelte Systeme treten, so der Verband.
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