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Wirtschaft

Neue Freihandelszone in Asien

Externer Autor ,
am
05.01.2010

Bern - Zwischen China und zehn asiatischen Staaten gilt seit dem Jahresbeginn ein neues Handelsabkommen, das den Abbau von Zöllen und zunehmende gegenseitige Investitionen beschleunigen soll.

© pmphoto/Fotolia

Das Abkommen umfasst zwei Geschwindigkeiten. Zwischen China und den sechs im Handelsblock Asean zusammengeschlossenen Staaten Indonesien, Brunei, Malaysia, den Philippinen, Singapur und Thailand gilt ab sofort ein Zollabbau auf Null für 90 Prozent aller gehandelten Waren. Für die vier weiteren Asean-Staaten Laos, Vietnam, Kambodscha und Myanmar (Burma) soll dieser Abbau ab 2015 verwirklicht sein. Es handelt sich um die bevölkerungsreichste Freihandelszone der Welt noch vor der EU und dem nordamerikanischen Block Nafta.

In China leben rund 1,3 Milliarden und in den zehn Asean-Staaten etwa 584 Millionen Menschen. Zurzeit stellt die Region etwa 11 Prozent der Weltwirtschaftsleistung. Der Handel zwischen China und den Asean-Staaten ist zwischen 2003 und 2008 jährlich um durchschnittlich 24 Prozent gewachsen. Nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua hat das Abkommen zum Jahresbeginn schon zu regem Handel geführt. Auf den Märkten im Süden Chinas seien umfangreich tropische Früchte aus Vietnam angeboten worden. Für China wichtig sind als Agrarprodukte ausserdem die umfangreichen Palmölimporte aus Malaysia und Indonesien. Grundsätzlich sei China an einem zuverlässigen Rohstoffbezug interessiert. (lid)

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