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Ernährung und Gesundheit

Neue Gesundheitskarte: Noch gibt es Probleme

pd
am
02.07.2014

Berlin - Noch legt nicht jeder Patient beim Arzt die neue Elektronische Gesundheitskarte (eGK) vor. Problematisch könnte es werden, wenn mit noch gültigen Karten nicht richtig abgerechnet werden kann.

Die neue Elektronische Gesundheitskarte (eGK) wird noch immer nicht von allen Mitgliedern der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) genutzt. Rund sechs bis acht Prozent der Versicherten hätten nach wie vor ihre alte Gesundheitskarte, teilweise mit langer Gültigkeitsdauer bis 2020, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, heute im Gesundheitsausschuss des Bundestages. Ungeachtet der Probleme solle Anfang 2015 die Einführung der Karte komplett umgesetzt sein.
 
Problematisch könnte es nochmals werden, wenn im Herbst Patienten mit alter, aber gültiger Karte kämen und damit nicht mehr abgerechnet werden könnten, sagte Gassen.

Jahresende soll "wirklich Schluss" sein

Immerhin seien im 4. Quartal 2013 noch 19 Millionen Behandlungsfälle mit der alten Karte registriert worden. Daher werde gerade eine Kompromisslösung erarbeitet. Geplant sei, für das letzte Quartal 2014 eine Übergangsregelung für die alten Karten zu finden und die Versicherten seitens der Ärzte und Kassen nochmals auf die Notwendigkeit der neuen Karte hinzuweisen, sodass dann am Ende des Jahres "wirklich Schluss" sei mit der alten Karte. Inzwischen seien bis zu 93 Prozent der eGK verschickt worden.
 
Die E-Card soll dazu beitragen, Qualität, Effizienz und Sicherheit im Gesundheitswesen zu erhöhen. Sie enthält einen Mikroprozessor, der weit leistungsfähiger ist als der bisherige Chip in den alten Karten. Auf der Vorderseite der eGK ist ein Bild des Versicherten aufgebracht, um Missbrauch zu verhindern. An den Schutz der gespeicherten medizinischen Daten werden höchste Sicherheitsanforderungen gestellt. Die Karte soll unter anderem zeigen, welche Medikamente ein Patient bekommt oder bekommen hat. 
 
Ungelöst sind allerdings aus Sicht der KBV noch immer bestimmte technische Fragen, wie Gassen sagte. So müsse es für die neuen Karten künftig regelmäßig Sicherheits- und Software-Updates geben. Das könne nicht über die Arztpraxen laufen, und für die Kassen wäre ein regelmäßiger Einzug der Karten sicher mit erheblichen Kosten verbunden.
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