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Arbeitsschutz Forst- und Waldarbeiten

Neue Kettensägen: üblicher Gehörschutz reicht oft nicht aus

Waldarbeiter mit Kettensäge
am Freitag, 25.11.2022 - 11:00 (Jetzt kommentieren)

Kettensägen werden immer lauter. Besonders neuere Modelle erreichen nicht mehr den gesetzlichen Grenzwert zum Lärmschutz. Arbeitgeber sind damit in der Pflicht, entweder, die Arbeitszeit zu begrenzen oder für ausreichenden Gehörschutz zu sorgen.

Neue Kettensägen werden immer lauter. Dazu informiert die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Die von den Herstellern angegebenen Normwerte für den Lärm ihrer Motorsägen lagen in der Vergangenheit noch im Bereich von 106 dB(A) und erreichten dann bis zu 108 dB(A). Bei einer zum Jahresende 2021 auf den Markt gekommenen schweren Fällsäge kann ein normierter Lärmpegel von 112,3 dB(A) festgestellt werden.

Berufliche Holzarbeiten: Gehörschutz reicht nicht mehr aus

Die Gehörschützer für Waldarbeit haben in der Regel einen Dämmwert von 23-27 dB(A). Damit kann der gesetzliche Grenzwert von 85 dB(A) bei den lauteren Kettensägen nicht mehr erreicht werden. Bei einem achtstündigen Arbeitstag mit einer praxisüblichen Motorsägen-Laufzeit von vier Stunden wären hierfür Dämmwerte von 30 dB(A) und mehr erforderlich.

Arbeitgeber sollten demnach die tägliche Laufzeit für Kettensägen auf rund drei Stunden begrenzen oder Beschäftigten Gehörschutzkapseln mit Dämmwerten von mindestens 30 dB(A) zur Verfügung stellen.

Mit Material von SVLFG

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