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Wirtschaft

Der neue USDA-Report auf einen Blick

pd
am
13.11.2012

Washington - Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) hat am Freitag die neuesten Zahlen veröffentlicht. Hier sehen Sie noch einmal die wichtigsten Märkte im Überblick.

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Die EU profitiert von der neuesten Entwicklung am Weizenmarkt: Das USDA schätzt die globale Erntemenge an Weizen immer weiter nach unten - dieser Trend hat sich auch in der Novemberschätzung fortgesetzt. Ursache für die neuerliche Senkung ist die Produktionskorrektur für Australien von 23 auf jetzt 21 Millionen Tonnen.
 
Für die Europäische Union hat das USDA die Erntemenge im November dafür fast unverändert bei 131,8 Mio. t belassen. Gleichzeitig wurde der Export von 16,5 Mio. t auf 17,5 Mio. t nach oben geschraubt - EU-Weizen wird am Weltmarkt gebraucht.

Europäer müssen mehr Mais importieren

Weniger positiv als beim Weizen stellt sich die Lage für Europa beim Mais dar. Das US-Landwirtschaftsministerium hat die EU-Maisernte noch einmal nach unten korrigiert - auf 54,6 Millionen Tonnen. Den europäischen Bedarf sieht das USDA trotz eines Verbrauchsrückgangs zum Vorjahr um fünf Millionen Tonnen immerhin bei noch bei 63 Mio. t.
 
Damit sind die Europäer auf Importe angewiesen. Diese dürften vor allem aus der Ukraine kommen. 

Sojaangebot steigt, Preise sinken

Bei Soja stellt sich die globale Versorgungslage doch nicht so dramatisch dar wie ursprünglich gedacht. Hintergrund ist das für Soja günstige Wetter in Amerika, das gerade recht zur letzten Wachstumsphase gekommen ist. Deswegen korrigierte das US-Landwirtschaftsministerium die hiesige Sojaernte zum zweiten Mal seit Oktober nach oben. 
 
Der amerikanische Terminmarkt hat auf diese Prognose mit einer Talfahrt reagiert. Die Sojapreise haben innerhalb weniger Tage massiv nachgegeben und ziehen nun auch die Getreidepreise mit nach unten. Für die Europäer ergeben sich wegen des Preisrückgangs der letzten Wochen etwas bessere Importmöglichkeiten.
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