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Umwelt

Neuer Entwurf zum Erosionsschutz kommt

von , am
29.05.2010

Hannover - Der derzeitige niedersächsische Entwurf einer Erosionsschutzverordnung wird zurückgezogen. Das hat Friedrich-Otto Ripke, nach massiver Kritik des Landvolkes Niedersachsen dem Verband jetzt zugesagt.

Zugleich hat der Staatssekretär im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, Friedrich-Otto Ripke einen neuen Entwurf angekündigt. Er wird sich an die Regelungen im Nachbarland Nordrhein-Westfalen anlehnen. Landvolkpräsident Werner Hilse hat diese Entscheidung als einen Erfolg der Bemühungen des Verbandes gewertet. Zuvor hatte Hilse in einem Brief an die neue niedersächsische Landwirtschaftsministerin, Astrid Grotelüschen, die zu strengen und praxisfernen Vorgaben des niedersächsischen Entwurfs insbesondere bei den Beschränkungen des Pflugeinsatzes kritisiert.

Nach Auffassung Hilses legen die Bundesländer bei der Umsetzung der Bundesvorgaben zweierlei Maß an. So dürften beispielsweise im Nachbarland Nordrhein-Westfalen zu Mais, Zuckerrüben und auch Kartoffeln die Landwirte weiterhin im Frühjahr den Pflug benutzen, wenn sie auf durch Wassererosion gefährdeten Standorten den Boden über Winter durch Zwischenfruchtanbau oder Strohhäcksel bedeckt hielten.

Erosionschutz muss zwischen Bundesländern abgestimmt werden

In Bayern dürfe auch die aus pflanzenbaulicher Sicht nicht zu unterschätzende Herbstfurche gewählt werden, um dem Boden über die Frostgare die optimalen Voraussetzungen für eine Bestellung mit Sommergetreide oder anderen Sommerfrüchten zu verleihen. "Bei ähnlichen oder gar identischen Gegebenheiten müssen Erosionsschutzmaßnahmen in allen Bundesländern gleichermaßen anerkannt werden", formulierte der Landvolkpräsident in seinem Schreiben an die Ministerin. Er forderte sie im Namen der niedersächsischen Landwirtschaft auf, Nachteile für die hiesigen Betriebe zu vermeiden und sich für eine abgestimmte Haltung aller Bundesländer und des Bundes einzusetzen. (lpd)

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