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Agrarexportbericht 2017

Neuer Rekord: Deutscher Agrarexport geht auf 70,5 Mrd. Euro

Containerhafen
Alex Niedermayr, agrarmanager
am
03.08.2017

Die deutschen Agrarausfuhren haben im Vorjahr weiter zugelegt. Laut Agrarexportbericht 2017 des BMEL wurden in 2016 Waren im Wert von 70,5 Mrd. Euro exportiert.

Laut dem vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) veröffentlichten Agrarexportbericht 2017 erreichten die deutschen Agrarexporte 2016 einen neuen Höchststand. Sie sollen mit einem Jahresergebnis von 70,5 Milliarden (Mrd.) Euro um 4 Prozent (%) höher ausgefallen sein als 2015. Hinzu kommt der nicht eingerechnete Export von Landtechnik, der nach vorläufigen Schätzungen bei 7,4 Mrd. Euro liegen dürfte.

Nach wie vor bleibt die Bundesrepublik aber Nettoimporteur von Agrarprodukten. Nach Angaben der WTO steht Deutschland sowohl bei den Agrarimporten als auch den -exporten an dritter Stelle weltweit. Im Durchschnitt der Jahre 2013-15 überstiegen die deutschen Agrarimporte die Agrarexporte um 9,5 Mrd. Euro.

Ein Drittel der deutschen Agrarproduktion geht ins Ausland

Wie wichtig der Export für die deutsche Landwirtschaft ist, lässt sich an folgenden Zahlen des BMEL darlegen:

  • Ein Drittel der Gesamtproduktion der deutschen Landwirtschaft wird im Ausland abgesetzt.
  • Jeden dritten Euro erlöst die Ernährungswirtschaft im Export.
  • 320.000 Arbeitsplätze hängen in Deutschland davon ab.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) erklärte im Zuge der Veröffentlichung des Agrarexportberichts: "Genauso wie unsere Autos und Maschinen, sind auch unsere hochwertigen deutschen Nahrungsmittel und Agrarprodukte weltweit gefragt."

EU wichtigster Absatzmarkt für deutsche Agrarexporte

Die EU bleibt weiterhin der wichtigste Handelsraum für Deutschland. Mehr als drei Viertel aller Agrarexporte gingen in andere Mitgliedsländer. Wie das BMEL mitteilte, stiegen die Ausfuhren in die EU 2016 um 4,5 % auf 51,4 Mrd. Euro. In Drittländern wurden Waren im Wert von rund 16,4 Mrd. Euro abgesetzt.

Mit einem Anteil von 68 % sind die anderen EU-Länder auch bei den Agrarimporten die wichtigsten Handelspartner für Deutschland.

Die Niederlande blieben auch 2016 der wichtigste Absatzmarkt für deutsche Agrarprodukte. Rund 18 % der Exporte gingen in das Nachbarland. Das entspricht 9,2 Mrd. Euro. Umgekehrt kamen 28 % der deutschen Importe von dort, was 14,2 Mrd. Euro entspricht. Ein Großteil des Außenhandels mit den Niederlanden resultiert allerdings aus Drittlandsein- und –ausfuhren über den Hafen Rotterdam.

Agrarexporte stiegen auch 2017

Nach Angaben das BMEL stiegen die deutschen Agrarausfuhren auch in den ersten Monaten dieses Jahres. Danach wuchsen die Exporte von Januar bis Mai im Vergleich zum Vorjahr um 6 % und erreichten einen Wert von 29 Mrd. Euro. Die Steigerungsrate in die EU war dabei annähernd gleich wie jene in Drittländer.

Den vollständigen Agrarexportbericht 2017 können Sie hier herunterladen: Agrarexportbericht 2017.pdf

Mit Material von BMEL

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