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Politik international

Neues von der Flatrate

von , am
12.03.2010

München - Ein Gespenst geht um in Europa: "Es geht vor allem darum, eine sogenannte Flatrate bei den Direktzahlungen zu verhindern", erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Dr. Till Backhaus am Donnerstag im Schweriner Landtag.

Ein Gespenst geht um in Europa: "Es geht vor allem darum, eine sogenannte Flatrate bei den Direktzahlungen zu verhindern", erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Dr. Till Backhaus am Donnerstag im Schweriner Landtag. Wir stünden vor einer weitreichenden EU-Agrarreform, so der Politiker.


Und wie diese neue Agrarpolitik aussehen könnte, sei derzeit völlig unklar. Die Vorschläge reichten von Erhalt des Prämienniveaus bis zur völligen Abschaffung. So würde etwa - erklärte der Minister - bei der sogenannten Flatrate die Direktzahlungen nach jetzigen Berechnungen ca. 260 Euro pro Hektar betragen. Die Bauern in Deutschland würden demnach ca. 1,8 Mrd. Euro jährlich weniger aus der ersten Säule erhalten, also knapp ein Drittel.

Es ist zweifellos richtig, dass in Brüssel im Augenblick sehr offen diskutiert wird. Trotzdem stehen in der EU im Augenblick die Zeichen auf eine eher moderate Weiterentwicklung der GAP. Das hat der neue EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos auch bei seinem Besuch in Berlin betont. Wer nun ein Horrorszenario aufbaut, der schadet der Landwirtschaft.

Recht hat Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister allerdings mindestens in einem Punkt. Es gibt keinen Weg um einen gewissen Prämienabbau herum.

Olaf Deininger

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