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LWK Niedersachsen

Neues Haushaltsjahr: 4 Millionen Euro Defizit

ee/lwk
am
16.11.2015

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen steht vor einer großen Herausforderung. Erstmals startet sie mit einem Minus in ein neues Haushaltsjahr. Grund seien die geplanten Kürzungen durch das Land.

Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) vermeldet, wird sie zum ersten Mal mit einem Fehlbetrag in ein Haushaltsjahr starten. Grund sei die Kürzung der Landeszuweisung. Nach langwierigen Verhandlungen mit dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, in die auch weitere Politiker der Landesregierung eingebunden waren, kam man zu einem endgültigen Ergebnis. Es wurde für 2016 ein Betrag von etwa 73,5 Millionen Euro beschlossen.

Knapp vier Millionen Euro Defizit

Mit dieser Summe weist der Haushalt 2016 ein Defizit zwischen Einnahmen und Ausgaben von knapp vier Millionen Euro aus. Kammerpräsident Gerhard Schwetje zeigt sich besorgt: "Obwohl durch die intensiven Verhandlungen die geplanten Kürzungen um etwa 2,6 Millionen Euro verbessert werden konnten, bleibt dieses Minus eine große Herausforderung für uns."

Einschnitte bei Personalkosten möglich

Problematisch ist hierbei, dass rund drei Viertel der Kammerausgaben Personalkosten seien, so Schwetje. Er könne Einschnitte in diesem Bereich somit nicht ausschließen. Man werde jedoch alles daran setzen, die Aufgaben für die Kunden, darunter auch das Land Niedersachsen, in gewohnter Qualität, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit zu erledigen, vermeldet der Kammerpräsident.

Geld vom Land dringend notwendig

Unbedingt vermeiden wolle man "Brüche in der Struktur der Kammer", wie die LWK Niedersachsen weiter mitteilt. Schwetje hofft, dass im Zuge der Novellierung des Kammergesetzes im nächsten Jahr wieder geregelte Verhältnisse geschaffen werden. Um die wichtige Aufgabe für Land- und Agrarwirtschaft, ländlichen Raum und Gesellschaft wahrnehmen zu können, brauche man vom Land das dafür notwendige Geld.

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