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Umwelt

Neues Recyclingsystem entsorgt Erntekunststoffe

von , am
02.10.2013

In der Landwirtschaft fallen jährlich tausende Tonnen Plastikmüll an. Das neue Rücknahmesystem für Erntekunststoffe recycled zukünftig Silagestretchfolien und andere Kunststoffe.

 
Ende Juli wurde das bundesweite Rücknahmesystem "Erntekunststoffe Recycling Deutschland" (ERDE) gegründet. Dieses System unterstützt ab 2014 die Rücknahme von Silagestretchfolien, Netzersatzfolien, Flachsilofolien, Unterziehfolien und Siloschläuchen. Der genossenschaftliche und private Handel sowie Landtechnikunternehmen in Deutschland werden sich aktiv mit Sammelstellen am System beteiligen. Lohnunternehmer und Landwirte können ihre Altfolien nach Gebrauch an diesen Sammelstellen abgeben.
 
Die Sammlung der gebrauchten Folien wird durch die Mitglieder der ERDE finanziell gefördert. Da der Sammelaufwand bei den Stretchfolien sehr hoch ist, wird der Endabnehmer hier besonders unterstützt. Er erhält einen Rückgabebonus, der beim nächsten Einkauf eingelöst werden kann.
 

Nachhaltige Landwirtschaft

Dr. Jürgen Bruder, Geschäftsführer der ERDE, stellt hierzu fest: "Jährlich werden in der deutschen Landwirtschaft mehrere 10.000 Tonnen verschiedener Kunststoffprodukte eingesetzt. Gerade in einer so naturbezogenen Branche sollen Kunststoffe die Umwelt nach ihrem Einsatz möglichst nicht belasten." Das System ist offen für jeden, der sich aktiv einsetzen möchte.
 
Die Entsorgungsspezialisten von RIGK organisieren die Sammlung, Erfassung und Verwertung der gebrauchten Erntekunststoffe. Darüber hinaus schulen sie die Mitarbeiter der Sammelstellen. Damit werde bei den gesammelten Altfolien eine Qualität erreicht, die es ermöglicht, diese Produkte effektiv zu recyceln. Ziel sei es, dass sich die Menge hochwertiger Regranulate weiter erhöht. Mit diesem Rohstoff können dann geeignete Produkte hergestellt werden, das schont wertvolle Ressourcen.
 
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