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Ernährung und Gesundheit

Neues Tierschutzlabel für Fleisch

pd
am
24.10.2012

Ab 2013 wird es vom Deutschen Tierschutzbund ein neues zweistufiges Tierschutzlabel für Fleisch geben. Durch festgelegte Bestandsobergrenzen bleiben Großbetriebe allerdings ausgeschlossen.

Wie der Tierschutzbund mitteilt, wird es ab 2013 Produkte mit dem zweistufigen Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes geben. Der Verband vergibt das Tierschutzlabel für Fleisch und Fleischerzeugnisse - zunächst für Produkte von Masthühnern und Mastschweinen - in einer Einstiegs- und einer Premiumstufe. Aktuell findet die Zertifizierung der Höfe statt, die sich bereits beworben und entsprechend der Label-Kriterien umgestellt haben. Das Label steht jedem Unternehmen auf Antrag zu, das die Kriterien der jeweiligen Stufe erfüllt.

Anforderungen liegen deutlich über den gesetzlichen Regelungen

Mit dem Label erhält zudem der Verbraucher ein Angebot, sich "Für Mehr Tierschutz" zu entscheiden. Das Tierschutzlabel bietet tatsächliche Verbesserungen für die Tiere. Bereits bei der Einstiegsstufe liegen die Anforderungen deutlich über den gesetzlichen Regelungen, bei Premiumstufe wird noch mehr Tierschutz garantiert.
 
Entsprechend fordern die Richtlinien des Tierschutzbundes mehr Platz pro Tier, tiergerechtere Stallbeschaffenheit, Beschäftigungs- und Auslaufmöglichkeiten für die Tiere, kürzere Tiertransporte und eine zuverlässige und schnelle Betäubung. Mit tierbezogenen Kriterien wird das Management überprüfbar und Impulse für Verbesserungen werden gesetzt.

Großbetriebe bleiben ausgeschlossen

Für großindustrielle Tierhaltung ist das Tierschutzlabel nicht erreichbar, denn es gelten Bestandsobergrenzen und Gentechnik ist langfristig ausgeschlossen. Umfangreiche Zertifizierungs- und unabhängige Kontrollsysteme sichern die Aussagen des Tierschutzlabels ab. Während die Einstiegsstufe einen ersten wichtigen Schritt zu mehr Tierschutz darstellt, entspricht die Premiumstufe den aktuellen Erkenntnissen im Tierschutz und ist damit das Ziel für alle Tiere. NEULAND erfüllt mit seinen Vorgaben die Anforderungen der Premiumstufe des Labels bereits jetzt.
 
"Das Label ist nicht dazu da, Fleischkonsum anzuregen, sondern wir wollen den Konsum verschieben und auf Dauer sicher auch senken", sagte der Präsident Tierschutzbundes, Thomas Schröder. Fleisch mit diesem Siegel werde wohl mehr als zehn Prozent teurer sein als konventionelles Fleisch.
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