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Wirtschaft

Neuseeland: Kuh löst den Bullen an der Börse ab

Externer Autor ,
am
24.02.2012

Auckland - Die Fondsgesellschaft Pastoral Dairy Investment (PDI) will neuseeländische Milchviehbetriebe an die Börse bringen. Investoren werden noch gesucht.

Insgesamt 75 Millionen neuseeländische Dollar (NZD) oder umgerechnet gut 47 Millionen Euro will PDI bei großen und kleinen Privatanlegern einsammeln, um davon bis zu neun größere Milchviehhaltungen auf der Südinsel zu kaufen. Ein Drittel der Summe soll über die Ausgabe von Aktien zum Stückpreis von einem neuseeländischen Dollar hereingeholt werden. Die Frist zur Zeichnung wurde Mitte der Woche eröffnet und läuft bis zum 20. April.

Rendite von fünf bis sechs Prozent

Norbert Lehmann, Redaktion agrarmanager
Bei einer Mindestanlage von 10.000 NZD öffnet der Fonds die neuseeländische Milchwirtschaft erstmals auch für den Kleinanleger. Häufig verlangen Investmentfonds eine Mindestbeteiligung von 100.000 Euro und mehr. Die Anteile sollen im außerbörslichen Handel oder auf Wunsch der Anleger an der neuseeländischen Aktienbörse NZX gehandelt werden. Für den restlichen Betrag von 50 Millionen NZD sucht Pastoral Dairy Investment individuelle Großinvestoren.
 
Den Aktionären wird eine jährliche Rendite von fünf bis sechs Prozent in Aussicht gestellt, wenn die Gesamtsumme erfolgreich in größere Milchviehbetriebe investiert wurde. Zielgröße sind Farmen mit 600 bis 1.000 Milchkühen. Die durchschnittliche Herdengröße beträgt in Neuseeland 380 Tiere. Pastoral Dairy Investment wird von führenden Köpfen der neuseeländischen Milchwirtschaft gesteuert.

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