Login
Wirtschaft

Niederlande: Agrarterminmärkte nicht an die Kette legen

aiz
am
24.03.2011

Den Haag - Für die niederländische Regierung steht eine strengere Regulierung der Märkte für Agrarrohstoff-Derivate derzeit nicht auf der Tagesordnung.

Weizen Börse
In einem Schreiben an die zweite Parlamentskammer spricht sich Agrarstaatssekretär Henk Bleker jedoch für mehr Transparenz im Warenterminhandel aus. Angesichts der bedeutenden Rolle der Terminmärkte, insbesondere in Zeiten steigender Volatilität und Unsicherheit, müsse mit Maßnahmen, welche die Liquidität und Möglichkeit zur Risikoabsicherung begrenzten, eher zurückhaltend umgegangen werden, mahnt Bleker.

Handelsbarrieren abschaffen

Fakt sei, dass in den vergangenen zehn Jahren neue Akteure in die Märkte für Rohstoff- und Nahrungsmittel-Derivate eingestiegen seien und das Handelsvolumen stark zugenommen habe. Bisher gebe es aber nur wenige Belege für einen kausalen Zusammenhang mit einer Reihe gleichzeitig zu beobachtender Preissteigerungen. Politische Konsequenzen müssen nach Auffassung der niederländischen Regierung bevorzugt auf internationaler und europäischer Ebene gezogen werden. Um überhöhte Preise für Agrarrohstoffe und Lebensmittel kurzfristig zu vermeiden, könne im internationalen Kontext die Abschaffung von Handelsbarrieren, besonders von Exportbegrenzungen, zu einer besseren Verfügbarkeit der vorhandenen Vorräte führen.
Auch interessant