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Dorf und Familie

Niedriger Milchpreis: Höfesterben in England?

lid
am
19.05.2011

London - Der tiefe Milchpreis in Großbritannien macht den dortigen Landwirten zu schaffen. Derzeit erhalten sie mit knapp 30 Cent rund drei Cent weniger als der europäische Durchschnitt.

Die Großhandelspreise für Milchprodukte sind im September weiter gefallen. © Mühlhausen/landpixel
Mit seinem aktuellen Milchpreis liegt Großbritannien an drittletzter Stelle der 25 Euro-Länder. Auf einer Tagung in Warwickshire warnte Mansel Raymond, Vorsitzender der britischen Handels- und Bauernorganisation NFU, dass die Milchpreise bis zum Winter unbedingt steigen müssen. Sonst würden viele Bauern die Milchproduktion aufgeben.
 
"Die nächsten Monate sind entscheidend für die Produzenten", sagte Ryamond gegenüber Farmers Weelky. Denn durch die hohen Produktionskosten leben bereits jetzt viele Bauern auf Kredit und sie verkaufen ihre Kühe auf Auktionen.
 
Von einem leichten Wachstum des Viehbestands um drei Prozent auf 1,9 Millionen Tiere geht die Beratungsfirma Kite Consulting aus. Wie Agra-Europe berichtet, soll die Milchproduktion in Großbritannien bis 2020 um 13 Prozent auf 15 Millionen Tonnen wachsen. Die Milchleistung einer Kuh würde um 1.000 Liter auf 8.000 Liter zunehmen. Die Anzahl Milchviehbetriebe würde um 40 Prozent auf 8.600 sinken.
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