Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Osterbräuche

NoMoreEasterbunny! – Verliert der Osterhase seinen Job an den Wolf?

Osterhase bei der "Arbeit"
am Donnerstag, 01.04.2021 - 05:00 (3 Kommentare)

Wenige Tage vor Ostern sorgt eine online-Petition für Furore. Die Initiative "NoMoreEasterbunny!" fordert, künftig den Hasen von seinem Job als Eierbringer zu entbinden und seinen lange verschwiegenen Vorgänger wieder ins Spiel zu bringen.

Der Osterhase soll gefeuert werden. Was zunächst lustig klingt, hat einen ernsthaften Hintergrund: Historiker vom Alabama Prehistorical Research Institute in Lexington (USA) fanden kürzlich anhand von Bild- und Textdokumenten heraus, dass die Idee vom Osterhasen wohl mitnichten bereits aus vorchristlicher Zeit stammt.

Institutsleiterin Anne P. Rilfool erklärte gegenüber der Presse: "Der Hase wurde tatsächlich erst Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts zum Eierlieferanten und Ostersymbol. Das beweisen Bilder aus alten Kinderbüchern und Sittengemälde. Bis zu diesem Zeitpunkt brachte nämlich ein ganz anderes Tier die Eier zum Osterfest."

Der "Osterwolf" war in Ungnade gefallen

Osterwolf mit kleinem Mädchen

Vorgänger des Hasen war überraschenderweise ausgerechnet der Wolf, teilten die Wissenschaftler mit. Ob man mit dem Wechsel des Eierbemalers und -versteckers das Image des Hasen verbessern oder das des Wolfs untergraben wollte, ist nicht bekannt. Auch an der Frage, wie in grauer Vorzeit der Wolf zum Frühlings- und Osterboten wurde, forschen die Wissenschaftler noch.

Dagegen haben die Historiker aus Ohio durchaus eine Erklärung dafür, warum dieser "Jobwechsel" lange Zeit unentdeckt blieb. "Wir kennen solche Vorgänge schon aus dem alten Ägypten, wo Pharaonen, die in Ungnade gefallen waren, aus allen Erzählungen und Darstellungen getilgt wurden. Hatschepsut, der erste weibliche Pharao, war so ein Fall. Und mit dem Osterwolf scheint etwas Ähnliches passiert zu sein."

Der Wolf ist uns wieder genauso nah wie der Hase

Die Initiative NoMoreEasterbunny! (zu deutsch: Kein Osterhase mehr!) will nun mit einer online-Petition dem Wolf zu seinen alten Rechten verhelfen.

„Der Wolf wurde über die Jahrhunderte vom Kinderbeschenker zum Kinderfresser. Das sorgt noch heute für Ablehnung. Und das möchten wir ändern. Wir haben hierzulande wieder Wölfe, sogar in den Städten zeigen die Tiere sich immer öfter. Damit ist der Graupelz als Eierbringer den Kindern wieder genauso nah wie der Hase“, schreibt Peter N. U. Pogodi in seinem Beitrag „Hase und Wolf“ auf der Einstiegsseite der online-Petition.

Wenn Sie die Petition unterstützen möchten, können Sie hier unterschreiben. Auch nähere Informationen zu den Forschungsergebnissen des A.P.R.I. finden Sie auf dieser Seite.

 

Nachtrag vom 2. April 2021: Sie werden es bestimmt bemerkt haben – der "Osterwolf" war ein Aprilscherz. An der Rechtmäßigkeit des Hasen als Ostereierlieferant besteht nach wie vor keinerlei Zweifel. Das "Beweisfoto" weiter oben stammte aus einer alten Rotkäppchen-Illustration und sowohl die Forschungsergebnisse vom A.P.R.I. In L. als auch die zitierten Personen A.P. Rilfool und N.U. Pogodi waren pure Erfindungen. Wir hoffen, Sie hatten ein bisschen Spaß. 

 

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...