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Umwelt

Nordatlantische Fischereiquoten stehen fest

von , am
13.03.2014

Gestern einigten sich die EU und Norwegen auf die Fangquoten für 2014. Zudem traf man eine Abmachung bezüglich der Makrelenfischerei zwischen der EU, Norwegen und den Færøer Inseln.

Wie die norwegische Regierung mitteilte, sind sich Norwegen und die EU über die Verteilung der Fischquoten in gemeinsamen Fahrwassern einig geworden. Dies bedeutet, dass EU-Fischer wieder Zugang zu den norwegischen Gebieten der Nordsee und des Skagerrak erhalten. Hiervon waren sie seit Neujahr ausgeschlossen worden. Eigentlich hätte die Einigung schon vor Jahreswechsel abgeschlossen sein sollen, jedoch stockten die Verhandlungen.
 
Landwirtschaftsminister Christian Schmidt begrüßte die Einigung im Makrelenstreit: "Die Zeit eigenmächtig festgelegter Fangquoten zu Lasten des Makrelenbestandes ist damit endgültig vorbei. Durch ihre Vermittlerrolle hat die Europäische Union ganz entscheidend zum Verhandlungserfolg beigetragen."

Unruhe und Drohungen

 Zur Unterbrechung der bilateralen Verhandlungen über die Quoten für 2014 auf die gemeinsamen Fischbestände in der Nordsee sowie dem Skagerrak kam es vor Weihnachten, als die EU und Norwegen versuchten, mit Island und den Færøer Inseln eine Abmachung hinsichtlich des Makrelenfanges zu erreichen. Ohne eine solche Quotenregelung dürfen beide Parteien nicht in den Zonen des Anderen fischen. Dies hat unter EU-Fischern, besonders bei dänischen Schiffen, zu großer Unruhe geführt. Schließlich wurde damit gedroht, den Import von norwegischem Fisch in die EU zu unterbinden, bis eine klare Abmachung vorliege.

Wirtschaftliche Konsequenzen

Der dänische Landwirtschaftsminister Dan Jørgensen hatte mehrmals versucht, Maria Damanaki und die norwegische Fischereiministerin Elisabeth Aspaker dazu zu drängen, die Einigung endlich herbeizuführen. "Die dänischen Fischer haben die letzten zwei Monate eine wichtige Einnahmequelle verloren, daher bin ich natürlich sehr glücklich darüber, dass sie nun endlich wieder aus Meer können", so Jørgensen.

Ersehnte Einigung

Das Online Portal FiskerForum meldete nun, dass man in der Nacht auf Samstag zu einer Einigung gelangt sei. Norwegen jedoch hatte eine Unterzeichnung verweigert, bis nicht auch eine Abmachung hinsichtlich des Makrelenfanges getroffen worden sei. Am 12. März erfolgte schließlich eine Vertragsunterzeichnung, nachdem eine fünf Jahre andauernde Regelung hinsichtlich des Fanges von Makrelen zwischen der EU, Norwegen und den Færøer Inseln eingegangen worden war.

Nordseehering: Neuer Plan beschlossen

Die EU und Norwegen wurden sich, neben der Markelenabsprache, ebenfalls einig über einen neuen Verwaltungsplan für den Nordseehering. "Dieser wird eine nachhaltige Verwaltung sicher stellen, kombiniert mit einer verantwortungsvollen Nutzung des Bestandes. Hierin haben wir viel Arbeit investiert und sind daher sehr froh, dass sich die EU und Norwegen nun über einen neuen Plan einig geworden ist", so Norwegens Fischereiministern Elisabeth Aspaker.

Aktuelle Bestände

Die Situation für den Dorsch in der Nordsee ist nach wie vor schwierig, so die norwegische Regierung in einer offiziellen Meldung. Aber es gäbe positive Signale von Meeresforschern. Die Quote für den Dorsch wurde 2014 auf 27.799 Tonnen gesetzt. Der Bestand des Nordseeherings ist in guter Verfassung und die Quote wurde hier auf 470.037 Tonnen festgelegt. Dies bedeutet eine Verringerung um zwei Prozent im Vergleich zu 2013.
 
Beim Seelachs ist zwar ein Rückgang festzustellen, doch darf er weiterhin nachhaltig gefangen werden. Die Parteien folgen dem Verwaltungsplan und die Quote für 2014 liegt bei 77.536 Tonnen, was eine Verringerung von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
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