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Wirtschaft

NRW: Geringste Agrarlandverkäufe seit 2006

AgE
am
18.07.2014

Düsseldorf - In Nordrhein-Westfalen wurden 2013 deutlich weniger Agraflächen verkauft. Auch der Umfang der insgesamt verkauften Fläche nahm kräftig ab, während der Preis je Hektar im Schnitt um fünf Prozent steigt.

Der Markt für landwirtschaftliche Grundstücke in Nordrhein-Westfalen ist 2013 deutlich geschrumpft. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen, das statistische Landesamt, mitteilt, verringerte sich die Zahl der Veräußerungsfälle gegenüber 2012 um 25 Prozent (%) auf 2.386; das war der niedrigste Wert seit 2006.
 
Auch der Umfang der insgesamt verkauften Fläche nahm kräftig ab, und zwar um 29 % auf 3.483 Hektar (ha). Dadurch ging der landesweit ermittelte Gesamtverkaufswert laut Angaben der Statistiker im Vergleich zum Vorjahr um 26 % auf 118 Millionen (Mio) Euro zurück, obwohl der durchschnittliche Kaufpreis je Hektar um fast fünf Prozent auf 33.951 Euro zulegte.

Größter Verkaufsrückgang in Arnsberg

Die Entwicklungen vollzogen sich in allen Regierungsbezirken des Landes, allerdings mit unterschiedlicher Intensität. Konkret sieht der Rückgang der Verkaufsfälle in den einzelnen Regierungsbezirken folgendermaßen aus:
  • Arnsberg 36 % auf 426
  • Münster 31 % auf 182
  • Düsseldorf 27 % auf 386
  • Detmold 20 % auf 547
  • Köln 19 % auf 846

Hektarpreis im Regierungsbezirk Münster am höchsten

Der höchste Durchschnittspreis pro Hektar wurde im Regierungsbezirk Münster mit 46.691 Euro erzielt; das waren fünf Prozent mehr als 2012. Die größte Teuerung beobachteten die Statistiker dagegen im Regierungsbezirk Arnsberg, wo ein Hektar 2013 durchschnittlich 28.317 Euro und damit 14 % mehr als noch 2012 kostete.
 
Im Regierungsbezirk Köln sank der mittlere Preis pro Hektar entgegen dem Landestrend um vier Prozent auf 29.974 Euro, während er in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Detmold um drei Prozent auf 45.816 Euro sowie sieben Prozent auf 24.306 Euro nach oben kletterte.
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