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Umwelt

NRW: Hochburg der Nitratbelastung

von , am
24.04.2015

Die Flüsse in Nordrhein-Westfalen weisen die höchsten Nitratbelastungen in Deutschland auf. Allerdings liegt der Spitzenwert deutlich unter dem Aktionswert aus der Nitratrichtlinie.

11,3 mg Nitrat-Stickstoff dürfen laut Nitratrichtlinie im Wasser sein. © lightpoet/Fotolia.com
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen haben die Bundesregierung nach Gebieten in Deutschland mit hoher Schadstoffbelastung gefragt. Die Antwort der Bundesregierung ist ein ausführlicher Bericht, indem auch die Belastung der Flüsse mit Nitrat-Stickstoff aufgelistet ist. Die Werte stammen aus den Bundesländer und werden jährlich dem Umweltbundesamt übermittelt. Fakt ist, dass im Jahr 2012 der vorgegebene Aktionswert der Nitratrichtlinie von 11,3 mg Nitrat-Stickstoff pro Liter an keiner Messstelle überschritten wurde. Allerdings schätzen die Bundesländer, dass innerhalb des Zeitraums 2009-2014 in 190 Oberflächenwasserkörpern der Aktionswert überschritten wurde. Der höchste Wert wurde 2012 an der Messstation in Weilerswist in Nordrhein-Westfalen mit 7,7 mg N/l gemessen.
 

Die höchsten Jahresmittelwert Nitrat-Stickstoff in mg N/l:

    1. Swist, Messstation Weilerswist in NRW: 7,7
    2. Leine, Messstation Reckershausen in RP: 7,5
    3. Werse, Messstation Münster in NRW: 7,4
    4. Vechte, Messstation Wettringen/Vechte in NRW: 7,2
    5. Berkel, Messstation Vreden in NRW: 7
    6. Steinfurter Aa, Messstation Wettringen/Steinfurter Aa in NRW: 6,8
    7. Stever, Messstation Olfen in NRW:  6,7
    8. Tauber, Messstation Wertheim in BW: 6,6
    9. Niers, Messstaion Goch in NRW: 6,5
    10. Schwalm, Messstation Brüggen in NRW: 6,1
    11. Chemnitz, Messstation Göritzhain in SA: 5,9
    12. Ahse, Messstation Hamm in NRW: 5,9
    13. Alme, Messstation Paderborn in NRW:  5,5
    14. Sächs. Saale, Messstation Joditz in BY:  5,2
    15. Aller, Messstation Grafhorst in NS: 5,2
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