Login
Politik national

NRW: Tierschutzvereine erhalten Verbandsklagerecht

von , am
04.05.2011

Düsseldorf - In Nordrhein-Westfalen sollen Tierschutzvereine ein Verbandsklagerecht erhalten. Sie dürfen damit im Vorfeld bestimmter Genehmigungsverfahren zur Tierhaltung Einspruch einlegen.

Der Missbrauch von Werkverträgen soll unterbunden werden. © Mühlhausen/landpixel
Das nordrhein-westfälische Kabinett hat einen Gesetzentwurf für ein Verbandsklagerecht für Tierschutzvereine verabschiedet. Mit dem Gesetz will Landwirtschaftsminister Johannes Remmel die Beteiligungs- und Anhörungsrechte der aner­kannten Tierschutzvereine stärken.

Klagemöglichkeiten vorgesehen

Tierschutzvereine bekämen durch das Gesetz die Möglichkeit, bereits im Vorfeld bestimmter Genehmigungsverfahren zur Haltung von Tieren aktiv zu werden. Ebenso vorgesehen wären entsprechende Klagemöglichkeiten. So könnten beispielsweise Klagen gegen Genehmi­gungen zur Kürzung von Schweineschwänzen oder Hühnerschnäbeln möglich werden, genauso wie gegen die Erlaubnis von Tierversuchen. Ermöglicht werden soll damit eine gerichtliche Überprüfung, ob Tier­schutzvorschriften in ausreichendem Maße beachtet wurden.

Herbst: Parlament beschäfigt sich mit Gesetzentwurf

Mit der Verabschiedung im Kabinett beginnt gleichzeitig die Anhörung der kommunalen Spitzenverbände. Das Parlament wird sich spätestens im Herbst mit dem "Entwurf eines Gesetzes über das Verbandsklage­recht und Mitwirkungsrechte für Tierschutzvereine" befassen.
Auch interessant