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Gesellschaft

Obstbauern: "Mundraub" wird immer dreister

Apfel Mundraub
am
09.09.2019
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Immer wieder bedienen sich Fremde an Obstplantagen. Dabei bleibt es aber oft nicht mehr nur bei Mundraub, berichten Obstbauern.

Ein Apfel hier, ein paar Zwetschgen dort, Mundraub kennt jeder Obstbauer. Passanten bedienen sich oft wie selbstverständlich an den Obstplantagen. Aber: „Mundraub ist keine Bagatelle“, sagt der Geschäftsführer des Landesverbands „Sächsisches Obst“, Uwe Jentzsch. Ob man einen Apfel im Supermarkt oder einen vom Baum einer Obstplantage stehle: „Diebstahl ist Diebstahl“. Für viele Obstbauern ist der Verlust durch Mundraub zwar meist verkraftbar, aber mittlerweile bleibe es oft nicht mehr nur bei einzelnen gestohlenen Äpfeln, beklagen einige Plantagenbetreiber.

Diebe graben ganze Bäume aus

Beim Obsthof Zwicker in Jessen-Schweinitz im Norden Sachsens etwa seien unter anderen schon junge Bäume ausgegraben und mitgenommen worden, sagte eine Mitarbeiterin. Andere Obstbauern wie der Obsthof Alexander Müller in Querfurt mussten nach eigenen Angaben zerstörte Zäune nach dreisten Einbrüchen wieder reparieren. Denn um zu den reifen Früchten zu gelangen, trampeln die Diebe die Zäune der Plantagen nieder oder schneiden sie sogar durch. Oft gingen auch Äste kaputt, hieß es.

Obstbauern stellen Zäune auf

Um sich vor Dieben zu schützen, bauen trotzdem viele Obstbauern inzwischen Zäune. So ist etwa die 30 Hektar große Plantage des Obsthofes Zwicker komplett umzäunt. Auch der Obsthof am Süßen See im Seegebiet Mansfelder Land oder der Obsthof Martin in Zeitz mit seinen 24 Hektar Fläche setzen nach eigenen Angaben auf hohe Maschen.

Mit Material von dpa

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