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Politik international

Ölsaatenerzeuger besorgt über restriktiven EU-Gentechnikkurs

von , am
09.08.2011

Saskatoon - 15 Ölsaatenverbände aus acht Ländern haben die EU-Staaten u.a. dazu aufgefordert, angemessene kommerzielle Schwellenwerte bei GVO-Verunreinigungen von Saatgutlieferungen festzulegen.

Beim Raps verlor der Novemberkontrakt 3,50 Euro und schloss bei 377,25 Euro je Tonne. © Mühlhausen/landpixel
Wie die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) vergangene Woche berichtete, haben die Ölsaatenerzeuger beim „International Oilseed Producers Dialogue“ (IOPD) in Kanada auf die finanziellen Risiken hingewiesen, wenn beispielsweise in einer gesamten Schiffsladung auch nur eine zufällige gentechnische Verunreinigung festgestellt werden sollte. Die Teilnehmer der Konferenz forderten die Regierungen zur Umsetzung der durch den Codex bestätigten Bewertungen für ein geringes Auftreten biotechnologischer Events im internationalen Handel von Rohstoffen und Produkten. Weiterhin forderten sie die Festlegung angemessener kommerzieller Schwellenwerte. An die Regierungen wurde appelliert, bei biotechnologischen Events mit einer nachgewiesenen Anwendungssicherheit längere oder unbefristete Zulassungszeiträume festzulegen.

Steigender Bedarf an Ölsaaten erwartet

Positiv eingeschätzt wurde laut UFOP von den Erzeugervertretern die globale Marktentwicklung. Es sei mit einem steigenden Bedarf an Ölsaaten für Nahrung und Energie zu rechnen. Bezüglich des Gastgeberlandes wurde der UFOP zufolge festgestellt, dass die in diesem Jahr ausgesäten Rapspflanzen deutlich in der Vegetationsentwicklung zurücklägen. Teilweise sei die Blüte noch nicht beendet. Grund dafür sei die verspätete Aussaat aufgrund der anhaltenden Nässe im Frühjahr. Der Beginn der Ernte sei deshalb vielfach erst Ende September zu erwarten. Das kanadische Rapsaufkommen 2011 werde auf 12,6 Millionen Tonnen geschätzt, verglichen mit 11,0 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr.
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