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Österreich: Bauernpräsident Grillitsch tritt zurück

von , am
11.11.2011

Wien - Nach zehn Jahren an der Spitze des österreichischen Bauernbundes tritt Fritz Grillitsch zurück. Der 51-Jährige legt die Funktionen des Bauernbundpräsidenten, sowie verschiedene politische Ämter nieder.

Fritz Grillitsch tritt nach zehn Jahren von der Spitze des österreichischen Bauernbundes zurück. Es sei an der Zeit, sich neuen Aufgaben zu widmen. © bauernbund
Das Nationalratsmandat will Grillitsch bis zum Auslaufen der Legislaturperiode 2013 behalten. Die Übergabe der Ämter wird zügig und geordnet in den nächsten Tagen erfolgen.
 
"Ich bin froh, dass es mir beim Bundesbauernrat im Oktober dieses Jahres gelungen ist, einen einstimmigen Beschluss über die programmatische Neuausrichtung des Bauernbundes zu erreichen. Nachdem dieses Projekt nun abgeschlossen ist, erscheint mir jetzt als der richtige Zeitpunkt, mich aus der Spitzenpolitik zurück zu ziehen", erklärte Fritz Grillitsch. Nach über zehn Jahren in der Spitzenpolitik sei für ihn die Zeit gekommen, in ein normales Leben zurückzukehren und sich neuen Aufgaben zu stellen.
 
Grillitsch zählt die Sicherung der landwirtschaftlichen Einkommen im Rahmen mehrerer Agrarreformen auf Brüsseler Ebene zu einem der gemeinsamen Erfolge der letzten zehn Jahre. Er wies jedoch auch darauf hin, dass es in den letzten Monaten immer schwieriger wurde, in den unterschiedlichen Interessensgruppen des Bauernbundes und der Partei zum Konsens beizutragen. 

Möglicher Nachfolger: Jakob Auer

Der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Gerhard Wlodkowski, zeigte sich laut APA "sehr überrascht" von der Ankündigung Grillitschs, sich aus der Führung des Bauernbundes zurückzuziehen. "Grillitsch hat gute Arbeit für die Bauern geleistet und wir haben eine stabile Achse gebildet", sagte Wlodkowski.
 
Als Nachfolger gehandelt wird der 63-Jährige Jakob Auer, Schweinemäster aus dem Bezirk Wels Land und einer der amtsältesten Abgeordneten im Nationalrat, wie Agra-Europe ergänzt.
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