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Politik EU

Österreich: Bundesverband Erneuerbare Energie gegründet

von , am
05.02.2011

Wien - Die wichtigsten österreichischen Akteure aller Sektoren im Bereich erneuerbare Energien bündeln ihre Kompetenzen in einem neuen Bundesverband, der für die Sicherung und Nachhaltigkeit der Energieversorgung eintreten soll.

Wie soll die EEG-Reform aussehen? Die Parteien sind unterschiedlicher Ansicht. © Mühlhausen/landpixel
"Wir sehen uns als Katalysator, Ideenpool und Kompetenzzentrum zur Unterstützung einer umfassenden und professionellen Umstellung des Energiesystems in Österreich, die man jetzt mit noch mehr Nachdruck ansteuern muss", erklärte Verbands-Präsident Josef Plank bei der heutigen Präsentation in Wien. "Das Jahr 2011 verspricht somit eine wichtige Weichenstellung für die österreichische Energiepolitik."
"Die Energieversorgung befindet sich an einem wichtigen Wendepunkt. Für ihren langfristigen wirtschaftlichen Erfolg und die soziale Stabilität ist es ganz wesentlich, dass wir uns rechtzeitig auf eine stabile und unabhängige Energieversorgung aus heimischen, erneuerbaren Ressourcen stützen können. Wir dürfen also keine Zeit verlieren, dieses solide Fundament in ausreichendem Maße zu schaffen. Nachhaltige, krisensichere und preisstabilisierte Energieversorgung braucht neue Wege", so der frischgebackene Präsident.
Gründungsmitglieder der neuen Bundesorganisation sind die
  • IG Windkraft,
  • die Kleinwasserkraft Österreich,
  • Oesterreichs Energie,
  • Photovoltaik Austria,
  • Austria Solar,
  • der Österreichische Biomasse-Verband,
  • die ARGE Kompost und Biogas sowie
  • pro pellets Austria,
die gemeinsam rund 70 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs und 30 Prozent des Wärmebereichs abdecken.
Aus ihrer Sicht stehen Einzeltechnologien nicht neben- oder gar in Konkurrenz zueinander, sondern vielmehr "die gegenseitige Ergänzung im Sinne einer stabilen und nachhaltigen Energieversorgung im Vordergrund" - eine gesamthafte Betrachtung von der Produktion über die Verteilung bis hin zum Endverbraucher.
 

'Brauchen Allianz der Vernünftigen'

Die neue Organisation hat laut Plank auch zum Ziel, die politischen Entscheidungsträger durch die vorhandene Kompetenz zu unterstützen, und noch viele andere Vertreter der österreichischen Wirtschaft und Gesellschaft für diese "Allianz der Vernünftigen" an Bord zu bringen. In seiner täglichen Arbeit wird sich der Verband deshalb aktiv mit konkreten, wissenschaftlich gesicherten und ambitionierten Vorschlägen in die österreichische Energiepolitik einbringen.
Als Schwerpunkte werden dabei ein langfristig ausgelegtes Ökostromgesetz noch im Jahr 2011, spezielle Impulsprogramme auf Bundes- und Landesebene, steuerpolitische Lenkungsmaßnahmen, klares Priorisieren der erneuerbaren Energie auch im Wärmebereich sowie Forschungs- und Entwicklungsimpulse verfolgt. Zusätzlich sei ein Maßnahmenbündel zur Steigerung der Energieeffizienz entscheidend, heißt es. (aiz)
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