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Dorf und Familie

Oldtimer, Auflaufschäden beim Mais, Rentabilität einer SF-Spritze

© Landliveuser Broesel
Externer Autor ,
am
27.06.2014

Gibt es einen Generationenkonflikt bei den Oldtimerfans? Welche Ursachen haben Auflaufschäden beim Mais? Rechnet sich eine Selbstfahrspritze? Fragen der Woche bei landlive.

MB-Trac - Youngtimer im Einsatz (klick aufs Bild) © Landliveuser Broesel
Generationskonflikt in der Oldtimerszene
 
Landmaschinenfan macht auf ein Problem aufmerksam: "In der Oldtimerszene droht ein Nachwuchsmangel, weil die hartgesottenen Oldtimerfans die Oldtimer der Altersgeneration 20-40 nicht als Oldtimer akzeptieren. Dabei ist die Rechtslage eindeutig, Fahrzeuge die über 20 Jahre alt sind, sind Youngtimer, über 30 Jahre Oldtimer. Das geht schon so weit, daß Fahrer eines Mercedes-Benz NG 80 bei Oldtimertreffen wieder weggeschickt werden. Die Altersklasse 20-40 ist nun mal nicht mehr mit Lanz Buldog, Güldner, Hanomag, 11er Deutz, Fendt Dieselross und Co., sondern mit JD30, Deutz 06/07/DX, Fendt Farmer 100/300, Fendt Favorit 600, Renault TX und Co aufgewachsen. Wie will man den Nachwuchs in die Oldtimerszene locken, wenn deren Lieblingsobjekte nicht als Oldtimer akzeptiert werden."
Notill meint dazu: "Das ist doch auch so, dass jüngere Fahrer mit alten Schleppern auch nicht als vollwertig akzeptiert werden. So nach dem Motto: Der hat ja noch gar nicht gelebt, als der Schlepper neu war. So wie es momentan läuft, kann es sein, dass durch die Einstellung und zahlenmäßige 'Überlegenheit' der 'Rentnergang' sich wohl eine Spaltung der Szene nicht vermeiden lassen wird. Schade, aber wird wohl so laufen, wenn bestimmte Leute nicht einsichtiger werden."
Mett schreibt: "Das Problem für die Alten dürfte wohl sein, daß viele der heutigen 30+X Jahre alten Trecker noch regelmäßig im Alltagseinsatz zu sehen sind. Selbst bei Lohnunternehmern sind MB-Tracs und 600er Fendt Favorit nicht selten. Mir persönlich fällts auch schwer sowas wirklich als Oldtimer anzusehen. Aber, letzten Endes sollte es doch um den Spaß am gleichen Hobby gehen, und nicht um irgendwelche Jahreszahlen." Heiliger_Aloisius ist der Meinung: "Oldtimer sollte man nicht nur polieren, auf Schauen präsentieren und in die Ecke stellen, sondern auch benutzen. Nur ein wenig halt. Ansonsten wäre mir das zu langweilig. Bei großen Schleppern wie K700, MB Tracs oder Schlütern ist der Unterhalt, wenn man sie mehr als zur Gaudi einsetzt, etwas teuer."
Alle Meinungen hier:    https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/61705/page/1/


Rentabilität einer Selbstfahrspritze

Paul511 fragt: "In den nächsten 2-4 Jahren steht bei uns der Kauf einer neuen Spritze an.
Für uns stellt sich jetzt die Frage was eine Selbstfahrspritze rentabler als eine gezogene Spritze macht. Denn die 200.000-300.000 Euro sind ja schon ein extremer Unterschied zu den 60.000-80.000 Euro. Unsere Daten: 300 ha Betrieb, 70 ha Kartoffeln, 40 ha Zwiebeln, 55 ha Zuckerrüben, 15 ha Salat, 100 ha Körnermais, 20 ha Winterweizen. Spritzhektar im Jahr : ca. 2000, durchschnittliche Schlaggröße: 4 ha (von 0,5 ha bis 35 ha), Feldentfernung: max. 13 km" Schaumburger meint: "Rechne dir doch aus, was dich ein ha spritzen kostet und ob dafür ein Schlepper immer frei ist. Dann erklärt sich vieles von alleine." Und Notill ergänzt: "Ich hab eine Selbstfahrspritze.... (und ich geb sie nicht her). Bei mir war vor allem die Bodenfreiheit ausschlaggebend (110cm). Aber auch die Wendigkeit bei unseren kleinen verwinkelten Schlägen. Dazu kommt noch der Umstand, dass ich am Hang keine Achse schleppen muss, sondern alle Räder antreiben. Ich hab mich aus Kostengründen für eine gebrauchte entschieden. Vorher hatte ich einen MB-trac, ist ja sozusagen auch ein Selbstfahrer, da ist etwas angehängtes ein Rückschritt, vor allem wenn man Probleme mit der Halswirbelsäule hat. Wenn du bei Körnermais eine späte Behandlung durchführen willst, kannst du die Anhängespritze nur mit Hochradschlepper betreiben, und das Gespann kostet eher mehr als die selbstfahrende Variante." Und christiannds gibt den Tipp: "Kauf Dir eine (sehr) gute Anhängespritze. Sieh Dich bei Dammann oder Inuma um. Vermutlich wirst Du mit 60-80.000 Euro für eine sehr gute Spritze nicht hinkommen, trotzdem empfehle ich die Anhängevariante." 

Auflaufschäden beim Mais

Kasparow hofft auf Antworten bei folgender Problematik: "Welche Gründe gibt es eurer Meinung nach, wenn Mais partiell nicht aufläuft? Es handelt sich um einen Grenzstandort, eigentlich Wiesenstandort, jedoch seit ca. 10 Jahren umgebrochen. An der westlichen Seite des Ackers grenzt Wald, suedlich eine Hecke. Ausgeschlossen ist Bodenverdichtung, Staunässe, Nährstoffmagel (Grundnährstoffe ), Wassermangel, Saattechnik, Bodenvorbereitung, Unkraut. Beim Spritzen bemerkte ich erhebliche Schäden durch Wildschweine, die die Maiskörner ausgepflügt und anscheinend gefressen haben. Jedoch nicht NUR, denn es gibt auch Reihen die davon unberührt sind, diese sind einfach nicht aufgelaufen. Ein paar Meter weiter ist der Mais wieder normal aufgelaufen, jedoch dem Standort und der jetzigen Trokenheit geschuldet, schlecht entwickelt. Es handelt sich nicht NUR um Waldschatten, aber dort eben vermehrt. Es gibt aber auch im Waldsschatten wieder stellenweise normal aufgelaufenen Mais. Ich habe auch versucht Körner zu finden um fest zu stellen, ob er denn gar nicht gekeimt hat, es war aber nicht ein Korn zu finden. 5 km weiter sind meine anderen Maisflächen davon völlig unberührt (teils gleiche Sorte). An was liegt das nun? Ich finde für mich keine Antwort." Heiliger_Aloisius tippt: "Diagnose: Entweder Krähen, Maissägerät defekt oder zu schnell gefahren."
agrotron118 meint: "Ohne Neonic-beize wirds der Drahtwurm sein."
Top881
vermutet: "Zufällig nach der Saat 10-14 Tage danach zu viel Regen gehabt? Das Problem ist hier auch bekannt, ist einigen Berufskollegen auch passiert - durchweg wohl mehrere Züchterhäuser. Es heißt "Die Beize ist abgewaschen und hat eine Kruste gebildet, ein auskeimen war nicht mehr möglich"."
FrankNFood
schreibt: "In Österreich gab es dieses Jahr extreme Schäden durch die fehlende insektizide Beize. Es wäre sinnvoll genauer nachzuschauen und zu "buddeln", eventuell vom Pflanzenschutzamt jemanden rauskommen lassen."

Blog der Woche - dlz roadshow: Precision Dairy

Wir sind ganz schön aufgeregt! Nur noch einmal Schlafen und dann geht sie los: Die dlz roadshow. Wir (Markus Pahlke, Maren Diersing-Espenhorst und Anne Grave) haben unsere Reisetaschen erneut gepackt. Denn heute ging es für uns - teilweise mit dem Zug, teilweise dem Auto - ab in Richtung Thüringen. Obwohl es für manche von uns gar nicht so einfach war dort anzukommen (Sonntag ist wirklich wahnsinnig viel los auf den Bahngleisen, wir hatten mit argen Verspätungen, verpassten Zügen und zurecht mies gelaunten Mitmenschen zu kämpfen) sind wir mittlerweile unbeschadet in Jena angekommen, um letzte Vorbereitungen zu treffen. Denn morgen startet endlich das Intensiv-Seminar Precision Dairy Farming für Milchviehalter. Nationale und internationale Referenten touren quasi mit uns durch Süddeutschland, der Schweiz und Österreich und berichten dabei, was es Neues in Sachen Haltung, Fütterung und Gesundheit gibt. Auch wenn ihr nicht direkt mit uns an Ort und Stelle sein könnt, habt ihr trotzdem ab sofort die Möglichkeit, uns jeden Tag zu begleiten. Hier in unserem Reiseblog erfahrt ihr, wo wir gerade sind, was wir erleben und was die Referenten und Milchviehalter berichten.

TAG 1: Kühe nicht bange machen
https://agrarheute.landlive.de/blogs/entries/7149/

TAG 2: Kühe würden jeden Tag denselben Salat bestellen
https://agrarheute.landlive.de/blogs/entries/7154/

TAG 3: Hohe Milch- und Fruchtbarkeitsleistungen schließen sich nicht aus
https://agrarheute.landlive.de/blogs/entries/7156/

Der gesamte Blog

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