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Ernährung und Gesundheit

Olivenöl-Kännchen dürfen bleiben

pd
am
24.05.2013

Brüssel - Die EU-Kommission zieht ihre Pläne zurück, in der Europäischen Union offene Olivenöl-Kännchen von Restauranttischen zu verbannen.

EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos hat in Brüssel erklärt, dass die Europäische Kommission entsprechende Vorschläge nicht umsetzen werde. Ziel der Europäischen Kommission bleibe es zwar, die Qualität und Vielfältigkeit des europäischen Olivenöls zu fördern und Verbraucher vor Betrug zu schützen, ohne jedoch bürokratische Hürden zu errichten.
 
"Ich habe die Debatte hierzu genau verfolgt", so Ciolos. Er kündigte an, in den nächsten Tagen mit EU-Ländern und Verbraucherverbänden zu sprechen, um Lösungen im Sinne der produzierenden Länder, der Konsumentenstaaten und der europäischen Verbraucher zu finden.

Doch kein Verbot ab 2014

Obwohl eine Mehrheit von 15 von der 27 EU-Staaten in der vergangenen Woche Vorschlägen zugestimmt hatte, nach denen Olivenöl in Restaurants nur noch in klar gekennzeichneten Einwegflaschen serviert werden dürfte, war eine qualifizierte Mehrheit verfehlt worden, die zur direkten Annahme notwendig gewesen wäre. So gingen die Vorschläge an die Europäische Kommission zurück, die darüber entscheiden konnte, sie umzusetzen oder nicht.

"Sieg der Vernunft"

Die Europäische Union steht für 73 Prozent der Olivenölproduktion der Welt und ist auch beim Verbrauch mit 66 Prozent weltweit führend. Mit einem Aktionsplan möchte die Europäische Kommission Qualität und Qualitätskontrolle, den besseren Schutz und die Information für Verbraucher sowie die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Olivenöl-Sektors stärken.
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