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Unwettergefahr

Orkan trifft Deutschland: schwere Sturmlage ab Donnerstag

Unwetterwarnung vor Orkan
am Mittwoch, 16.02.2022 - 12:12 (Jetzt kommentieren)

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt ab Donnerstag in der Mitte- und in Norddeutschland vor teils orkanartigem Sturm ab Donnerstag. Auch der Süden bleibt nicht vor dem Wind verschont. Im Nordwesten Deutschlands warnen Meteorologen schon heute Abend (16.02.) vor ersten orkanartigen Böen. Im Straßen- und Flugverkehr sowie bei Reisen mit der Bahn kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Das Wetter in Deutschland wird in den nächsten Tagen zunehmend stürmischer. Ab Donnerstag wird eine schwere Sturmserie erwartet. „Die Tiefdruckgebiete übernehmen die Wetterregie und bringen neben dichten Wolken und Regen auch viel Wind“, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag mitteilte. Bereits am Mittwoch soll es ungemütlich mit Regen und teils stürmischem Wetter werden. So richtig windig werde es aber dann in der Nacht zum Donnerstag. Mit dem Durchzug der Kaltfront von Orkantief XANDRA erreicht der Wind seinen ersten Höhepunkt.

Störungen im Straßen- und Schienenverkehr möglich

Im nördlichen Flachland und in der Mitte Deutschlands kann es verbreitet zu Böen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde kommen. Es seien stellenweise Böen bis 110 Kilometern pro Stunde möglich. An den Küsten und im Bergland können die Böen bis zu 130 Kilometer pro Stunde erreichen. Auf Berggipfeln in den Mittelgebirgen könne es sogar noch mehr sein. „Wer es noch nicht getan hat, sollte heute und morgen nutzen, um Garten, Haus, Terrasse und Balkon sturmfest und gegebenenfalls auch wasserfest zu machen“, sagte eine Meteorologin des DWD.

Auch der RTL-Meteorologe Patrick Panke warnt: "Von Mittwochabend bis Samstagmorgen steht eine schwere Sturm- bis Orkanlage in Deutschland an. Mit Behinderungen im Straßen- und Flugverkehr sowie im Nah- und Fernverkehr der Bahn muss gerechnet werden. Aber auch die Fußgänger draußen müssen sowohl in bebauten Gebieten (Dachziegel, Planen etc.) als auch im Wald (Äste, Bäume etc.) unbedingt vorsichtig sein. Wer nicht rausmuss, sollte besser daheimbleiben."

Nationalparkverwaltung im Harz warnt davor, Wälder zu betreten

Nach Süden werde sich der Sturm zwar abschwächen, auch hier seien aber noch verbreitet Böen mit bis zu 90 km/h möglich. Die Nationalpark-Verwaltung im Harz warnt dringend davor, die Wälder zu betreten. Durch umstürzende Bäume und abbrechende Äste bestehe "akute Gefahr für Leib und Leben". In Hochlagen müsse zudem mit Eis und Schnee gerechnet werden.

Sturmböen und Windstärken bis 12: In NRW fällt die Schule aus

In Nordrhein-Westfalen fällt am kommenden Donnerstag (17.02.) wegen des bevorstehenden Unwetterder Unterricht an allen Schulen aus. Das sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) spontan am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag. Die Entscheidung sei nach Rücksprache mit dem Deutschen Wetterdienst gefallen. Sie wolle nicht, dass Schüler "im Auge des Sturms" die Schulen aufsuchen. Familienminister Joachim Stamp (FDP) bat Eltern von Kita-Kindern, sie sollten ihren Nachwuchs "morgen bitte Zuhause" betreuen. Der DWD habe schwere Sturmböen, Orkanböen in hohen Lagen und Windstärken von 10 bis 12 angekündigt. Rechtliche Grundlage der Anordnung sei ein Erlass, der auch bei Extremwetterereignissen greife.

Auch am Wochenende Sturmböen erwartet

In der Nacht zum Freitag soll der Wind zwar etwas nachlassen, in den Mittagsstunden soll er aber wieder stärker werden. Im Westen zieht abermals Regen auf, der sich am Nachmittag auf große Landesteile ausweitet. Laut DWD wird es erneut deutlich auflebenden West- bis Südwestwind mit stürmischen Böen und Sturmböen geben. Im Nordwesten wird vor der Gefahr von Böen bis in den Orkanbereich gewarnt. Auch am Samstag hält der DWD zumindest im Nordwesten und im Bergland Orkanböen für möglich. An der Nordsee werde Hochwasser erwartet. Hier finden Sie aktuelle News zu Agrarwetter. Außerdem bieten wir weitere News zum Thema Unwetter für alle Regionen in Deutschland an. 

Mit Material von tagesschau.de, Redaktionsnetzwerk Deutschland, www.wetter.de, dpa

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