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Umwelt

Orkantief: Weniger Waldschäden als befürchtet

von , am
10.12.2013

Berlin - Der Orkan Xaver hat weniger Schäden in Norddeutschlands Wäldern verursacht als erwartet. Experten raten trotzdem, auf Absperrungen zu achten.

Das Sturmtief "Xaver" hat in den norddeutschen Wäldern weniger Bäume zum Umstürzen gebracht als erwartet. Das ergab eine Abfrage der Deutschen Säge- und Holzindustrie (DeSH) bei den zuständigen Forstämtern in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Deren Bilanz nach dem Orkan: Keine erwähnenswerten Schäden. "Unsere Gespräche haben ergeben, dass die Landesbetriebe sehr entspannt sind", sagte Lars Schmidt, Geschäftsführer beim DeSH. Teilweise würden diese auch keine Schadensaufnahmen durchführen da sie diese als nicht lohnenswert einstufen. "Lediglich Hamburg befürchtet ein wenig Substanzverlust", berichtet der studierte Forstwirt.
 
Sturmtief "Christian" fällte dort Ende Oktober etwa 1.700 Festmeter Holz. In Hamburg und Schleswig-Holstein zusammen schätzen die Behörden die Schadensmenge von "Xaver" auf etwa 48.000 Festmeter. Das entspricht gerade mal 20 Prozent der Holzmenge, die durch den Oktobersturm angefallen war. Nach Tief "Christian" lagen mehr als 240.000 Festmeter Sturmholz in den Wäldern.

Waldbesucher sollten auf Absperrung achten

Trotz der verhältnismäßig geringen Schäden, finden in diesen Tagen in vielen Wäldern die nötigen Aufräumarbeiten statt. Damit durch die Arbeiten und das Verladen des Sturmholzes auf Lkws keine Gefahr für Spaziergänger und Waldbesucher entsteht, werden die betroffenen Bereiche kurzzeitig abgesperrt. Auch Areale in denen noch eine Gefahr von herunterstürzenden Ästen besteht, sind für den Waldbesucher gekennzeichnet. Lars Schmidt rät, auf Absperrungen zu achten, um sich und andere nicht zu gefährden.

Tausende Kubikmeter Dünen abgetragen

Während der Schaden in Wäldern geringer als befürchtet ausgefallen ist, sind einige Küsten stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Eine erste Bilanz sei "erschütternd", teilte Helgolands Tourismusdirektor Klaus Furtmeier am Montag mit. Es sei von einem Verlust von etwa 50.000 Kubikmetern Sand auszugehen. Helgoland selbst nahm keinen gravierenden Schaden.
 
Auf Sylt war nach Angaben des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) unter anderem der Ort Hörnum an der Südspitze der Insel betroffen, wo es an einer Randdüne auf einer Länge von gut einem Kilometer bis zu 20 Meter Verlust gab.
 
Am Montag hatten schon die Behörden in Niedersachsen Schäden an den Stränden und Dünen der ostfriesischen Inseln vermeldet. In Mecklenburg-Vorpommern richtete "Xaver" an der Küste Schäden in Millionenhöhe an.

Forsttechnik im Sturmeinsatz (Juli 2012)

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