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Dorf und Familie

Ostrenten steigen um gut drei, Westrenten um 0,25 Prozent

AgE
am
25.03.2013

Berlin - Die Löhne im Osten sind zuletzt kräftiger gestiegen als im Westen Deutschlands, was sich in der Rentenentwicklung wiederspiegelt. Betroffen sind auch Landwirte.

Der Rentenanstieg fällt in diesem Jahr zwischen West- und Ostdeutschland unterschiedlich aus. Wie das Bundesarbeitsministerium informiert, steigen die Renten zum 1. Juli in den alten Ländern um 0,25 Prozent % und in den neuen Ländern um 3,29 %. Dies gilt auch für die Landwirtschaft.

Löhne steigen in Ostdeutschland stärker

Die landwirtschaftlichen Altersrenten und die Renten in der landwirtschaftlichen Unfallversicherung (LUV) hängen ebenso wie die Renten in der gesetzlichen Rentenversicherung maßgeblich von der Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter ab. Die Bruttolöhne und -gehälter sind zuletzt im Osten kräftiger gestiegen als im Westen. Zudem machen sich im Westen noch Abschläge infolge der Rentengarantie bemerkbar.

Rentengarantie verhindert geringere Auszahlungen

Wegen der eingebrochenen Löhne hätten die Renten in der Wirtschafts- und Finanzkrise eigentlich sinken müssen. Dies war durch die 2009 eingeführte Rentengarantie verhindert worden. Im Gegenzug mussten die Kosten der Rentengarantie in den Folgejahren schrittweise wieder hereingeholt würden. Dieser Prozess ist im Osten bereits seit dem vergangenen Jahr abgeschlossen.
 
Der aktuelle Rentenwert steigt im Westen zum 1. Juli 2013 von gegenwärtig 28,07 Euro auf 28,14 Euro, im Osten von 24,92 Euro auf 25,74 Euro. Der Rentenwert in der Alterssicherung der Landwirte (AdL) beträgt knapp 50 % vom Rentenwert in der gesetzlichen Rentenversicherung.  
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