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Umwelt

Ostsee: Fangmöglichkeiten vorgeschlagen

von , am
26.08.2013

Brüssel - Die Europäische Kommission hat ihren Vorschlag für die Fischfangmöglichkeiten in der Ostsee im nächsten Jahr vorgelegt. Demnach können 2014 in der östlichen Ostsee mehr Dorsch und in der mittleren Ostsee mehr Hering gefangen werden.

Die Fischer in der Ostsee können nach Ansicht der EU-Kommission im kommenden Jahr in einigen Gebieten des Meeres mehr Dorsch und Hering fangen. © Anne Bermüller/pixelio.de
Die Kürzungen bei den verbleibenden Beständen spiegeln entweder natürliche Schwankungen wider oder sind auf eine verbesserte Kenntnis der Bestandslage zurückzuführen. So sollen die zulässigen Gesamtfangmengen in der westlichen Ostsee für Dorsch um 15 Prozent gesenkt werden, die für Hering um 23 Prozent.
 
Des Weiteren will die Kommission für Fischereifahrzeuge, die im Rahmen des Dorschbewirtschaftungsplans in der Ostsee diese Art befischen, die Zahl der Tage auf See verringern.

Fangquoten sollen um 10 Prozent erhöht werden

Die vorgeschlagenen Maßnahmen würden bei allen Arten - außer den Lachsbeständen - zu einer Anhebung der Fangmöglichkeiten der EU-Schiffe in der Ostsee um insgesamt 10 Prozent auf 644.000 Tonnen führen. Dadurch würde der Wert der Fangmöglichkeiten 2014 um 12 Millionen Euro auf einen Gesamtwert von rund 412 Millionen Euro steigen.

Quoten basieren auf wissenschaftlichen Gutachten

Die Vorschläge beruhen auf wissenschaftlichen Gutachten und zielen auf die sowohl kurz- als auch langfristige ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit der Fischerei in der Ostsee ab. Der Vorschlag wird von den zuständigen Ministern der Mitgliedstaaten auf der Tagung des Fischerei-Rates im Oktober beraten.
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